Neues Stadtquartier

Allee der Firmen-Neubauten im neuen Viertel Graf Bismarck

Am Kanalufer radeln pro Jahr bis zu 1 Million Menschen entlang. Fertig ist der kleine Park am Hafen. Farblich sticht er hervor und erinnert an Rostasche...

Am Kanalufer radeln pro Jahr bis zu 1 Million Menschen entlang. Fertig ist der kleine Park am Hafen. Farblich sticht er hervor und erinnert an Rostasche...

Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen.  70 Prozent der Flächen in Graf Bismarck sind bereits vermarktet. An der Johannes-Rau-Allee im neuen Quartier reiht sich Baustelle an Baustelle.

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Die Osthoffs waren die ersten. Eben die Pioniere am Rhein-Herne-Kanal, die in das neue Graf-Bismarck-Quartier zogen. Im September 2011 feierten sie den Baubeginn, im März 2012 zogen sie in ihr Pultdach-Fertighaus. Rundum: Baustellen. Alle 96 Eigenheim-Grundstücke sind nun verkauft und weitgehend bebaut. Auch über das Wohnviertel hinaus wächst das Quartier endlich rasant.

Groschek erkor das Gelände zur Hafencity

An der Johannes-Rau-Allee reihen sich die Firmen-Neubauten,. Überragt werden sie von Baukränen. Am Ufer dreht sich was: „Heimat gebaut“ wird am Kanal, stellte NRW-Bauminister Michael Groschek Freitag fest. Und erkor das Gelände gleich zur Hafencity mit dem 20-Millionen-Euro Verwaltungsneubau der Gelsenkirchener Stölting Service Group als Flaggschiff an der Hafenkante.

Wohnen, Freizeit und Arbeit soll Graf Bismarck verbinden. Es ist weit mehr als nur ein Anfang gemacht, nicht nur durch den 107 Meter langen Stölting-Komplex. Doch dem kommt herausragende Bedeutung zu. „Ich freue mich, dass es so eine markante Architektur an markanter Stelle wird“, sagt Stadtrat Dr. Christopher Schmitt.

820 000 Quadratmeter groß ist das Gelände des ehemaligen Kraftwerk-Standorts. Gut die Hälfte davon sind für Firmen und Wohnen vorgesehen. „70 Prozent sind vermarktet“, sagt Rainer Schiffkowski, Referatsleiter der städtischen Wirtschaftsförderung. Schmitt, sein zuständiger Dezernent ergänzt: „Das ist ein Aushängeschild geworden. Dafür muss man eigentlich gar nicht mehr werben.“

Orange eingefasste Hochbeete

Die Infrastruktur wurde – weitgehend – bereitet. Straßenanschlüsse, Wegeverbindungen, farblich (für manche fragwürdige) gestaltete Sitzgelegenheiten und frische Hochbeete am Hafen sind fertig. Im laufenden Jahr entsteht die geplante Marina, 2015 bereits wurde eine Kita mit 75 Plätzen eröffnet.

„Wir wollen aber auch eine Grundschule bauen“, sagt Oberbürgermeister Frank Baranowski und kündigt an, dass im Zuge der Beratungen über den neuen Nahverkehrsplan über eine bessere Bus-Anbindung des Quartiers zu reden sei. Rege genutzt wird der Radweg am Ufer. Für die Stadt, für das neue Quartier ist er ein Pfund, dient er doch im Jahr bislang rund 1 Million Radlern als Freizeit und Städteverbindung. Das dürfte dazu beitragen, die Gastronomie vor Ort zu beleben. Ein Steakhaus, Bäcker Zipper und ein italienisches Restaurant haben sich bereits im Stölting-Neubau eingemietet.

Weitere Betriebe sollen folgen: Zwei weitere Wohn- und Gewerbekomplexe direkt am Hafenbecken sind bereits in der Vermarktung: Hofschröer Projektbau aus Lingen realisiert 26 Eigentumswohnungen (Kaufpreis ab 2280 Euro pro Quadratmeter) und acht Büros und Praxiseinheiten, ein paar Meter weiter wird „Maritimer Lifestyle“ offeriert - für 16 Wohnungen, Büros und Ladenlokale zwischen 59 und 692 Quadratmetern. „Bonbon“ hüben wie drüben: „Anlegestellen für Boote“ vor der Tür.

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