Blaulicht

Aggressive Randalierer werfen Polizei „rechte Gesinnung“ vor

Am Samstag- und Sonntagabend traf die Gelsenkirchener Polizei auf Randalierer, die Widerstand leisteten, die Beamten beleidigten und ihnen eine „rechte Gesinnung“ vorwarfen.

Am Samstag- und Sonntagabend traf die Gelsenkirchener Polizei auf Randalierer, die Widerstand leisteten, die Beamten beleidigten und ihnen eine „rechte Gesinnung“ vorwarfen.

Foto: Thomas Nitsche / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.  Gleich zweimal hatte es die Polizei Gelsenkirchen am Wochenende mit aggressiven Randalierern zu tun. Zwei Beamte wurden beim Einsatz verletzt.

Bei zwei Einsätzen am vergangenen Wochenende haben Störer Widerstand geleistet, Polizisten beleidigt und ihnen eine „rechte Gesinnung“ vorgeworfen. Am Sonntag wurde gegen 18 Uhr eine Streifenwagenbesatzung wegen häuslichen Gewalt zu einem Miethaus an der Schonnebecker Straße in Rotthausen gerufen. Dort hatte ein 39-jähriger Mann eine 38-jährige Frau mehrfach geschlagen und verletzt.

Beim Eintreffen der Beamten reagierte der Mann aggressiv, nahm eine drohende Haltung ein – und rief seinen 19-jährigen Sohn zur Hilfe. Da der 39-Jährige den Anweisungen der Beamten nicht folgte, brachten sie ihn zu Boden fesselten ihn, wobei er sich wehrte. Währenddessen bedrohte und beleidigte der 19-Jährige die Beamten und warf ihnen eine „rechte Gesinnung“ vor.

Vater und Sohn leisteten Widerstand und bespuckten die Polizisten

Beide Randalierer ließen sich nicht beruhigen und wurden nach Eintreffen von Unterstützungskräften in Gewahrsam genommen. Auf dem Weg zum Streifenwagen leisteten Vater und Sohn weiter Widerstand und bespuckten die Polizisten. Zwei Beamte erlitten Verletzungen und konnten ihren Dienst nicht mehr fortsetzen.

Am Samstagabend hatte es die Polizei ebenfalls mit einem Randalierer zu tun. Auf dem Goldbergplatz in Buer pöbelte ein 41-jähriger Mann aus Herten Passanten an und versuchte, einen Mülleimer auseinanderzunehmen. Der aggressive Mann ließ sich nicht beruhigen, verweigerte die Herausgabe seiner Personalien und versuchte zu flüchten. Dabei brüllte er lauthals weiter, beleidigte die Polizisten und warf ihnen mehrfach eine „rechte Gesinnung“ vor.

Gelsenkirchener Polizei nahm 41-jährigen Hertener in Gewahrsam

Die Polizeibeamten brachten den 41-Jährigen zu Boden, fesselten ihn und nahmen ihn in Gewahrsam. Erneut leistete er Widerstand. Bei der Durchsuchung des Störers fanden die Beamten Drogen und stellten sie sicher.

Gelsenkirchener Polizeisprecher ordnet die Sprüche ein

Dass sich Randalierer und mögliche Täter beim Einschreiten der Ordnungshüter nach den Rassismus-Vorwürfen gegen Polizeikräfte in Essen und Mülheim in der vergangenen Wochen nun so zunehmend zur Wehr setzen, schließt Polizeisprecher Christoph Grauwinkel nicht aus. „Das Problem sehen wir noch nicht in geballter Form, aber die beiden Vorfälle scheinen es zu zu belegen, dass nun der ein oder andere mit solchen Sprüchen reagiert.“

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