Schlaglöcher

85-Jährige fordert Schmerzensgeld von der Stadt

Im gesamten Stadtgebiet gibt es unzählige Schlaglöcher. diese wurden jetzt einer 85-Jährigen zum Verhängnis.

Foto: Martin Möller

Im gesamten Stadtgebiet gibt es unzählige Schlaglöcher. diese wurden jetzt einer 85-Jährigen zum Verhängnis. Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen.   Bei einem Sturz zog sich die Gelsenkirchenerin Verletzungen zu. Der Grund: Schlaglöcher. Nun beantragte sie Schadensersatz und Schmerzensgeld.

Christa Reinke wollte am 2. März gegen Mittag nur kurz in dem Rewe-Markt an der Wilhelminenstraße, wenige Gehminuten von ihrer Wohnung entfernt, einkaufen. Auf dem Weg zurück stürzte die 85-Jährige beim Überqueren der Straße In der Heide in Gelsenkirchen-Schalke auf der Höhe der Hausnummer 12 und verletzte sich schwer. Der Grund: schadhafte Stellen am Straßenrand. „Die gesamte Straße ist löchrig und hat Schäden, an dieser Stelle ist es aber besonders schlimm“, erklärt Dieter Reinke, Sohn der Seniorin. Diese wohnt seit Anfang vergangenen Jahres nur wenige Häuser weiter.

Eigenanteil von 400 Euro für den Zahnersatz

Durch den Sturz zog sich Christa Reinke mehrere Hämatome im Gesicht zu. Auch ihre Zahnprothese ist dadurch unbenutzbar geworden. „Zur Zeit kann meine Mutter gar keine feste Nahrung zu sich nehmen. Dazu hat sie unglaubliche Schmerzen“, so Dieter Reinke weiter.

Allein wegen der Behandlung beim Zahnarzt komme auf die Familie ein Eigenanteil von 400 Euro zu. Nun stellten sie ohne lange zu zögern einen Antrag auf Schadensersatz und Schmerzensgeld bei der Stadt Gelsenkirchen, da Reinke auf einer öffentlichen Straße stürzte. „Es kann eigentlich nicht sein, dass wir für den Schaden alleine aufkommen müssen“, sagt Dieter Reinke. Dem Antrag haben sie mehrere Fotos der brüchigen Straße beigelegt.

Unfallstelle wird definitiv repariert

Oliver Schäfer, Pressesprecher der Stadt erklärt, dass der Antrag kürzlich eingegangen sei, zur Zeit aber noch geprüft werde. „Ein Mitarbeiter-Team aus dem Referat Verkehr ist rausgefahren und hat sich den Unfallort genau angeschaut. Sie sind zu dem Entschluss gekommen, dass die schadhafte Stelle definitiv repariert werden muss“, so Schäfer weiter. Dies werde auch schnellstmöglich gemacht, könne aber einige Zeit in Anspruch nehmen, da sich die Stelle auf einem Parkstreifen befindet.

Straßen werden regelmäßig geprüft

Ob jedoch ein Anspruch auf Schadensersatz und Schmerzensgeld besteht, stehe noch nicht fest. „Da Frau Reinke nicht auf dem Gehweg gestürzt ist, sondern am Übergang zur Straße, muss es hier im Einzelfall entschieden werden“, erklärt der Pressesprecher. In der Regel dauere es jedoch nicht lange, bis eine Entscheidung fällt. Aufgrund der Verkehrssicherungspflicht der Stadt müssen schadhafte Stellen umgehend behoben werden, so dass keine weiteren Personen verletzt werden. Dazu werden die Straßen auch wöchentlich geprüft.

Christa Reinke und ihr Sohn hoffen ebenfalls auf eine baldige Rückmeldung durch die Stadt. „Wir warten gespannt, wie die Stadt auf unseren Antrag reagiert“, sagt Reinke.

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