Massenschlägerei

Mordkommission ermittelt nach Massenschlägerei in Horst

Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot aus. (Archivbild)

Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot aus. (Archivbild)

Foto: Archiv/dpa

Gelsenkirchen.  Massenschlägerei in in Gelsenkirchen-Horst: Mit Stühlen, Baseballschlägern und Flaschen sind dort dutzende Menschen aufeinander losgegangen.

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Nach der Massenschlägerei am Sonntagnachmittag in Gelsenkirchen-Horst hat die Polizei nun eine Mordkommission gebildet. Ein 27-jähriger Gelsenkirchener war bei der Auseinandersetzung lebensgefährlich am Kopf verletzt worden.

Zum Hintergrund: An der Schloßstraße waren zwei Gruppen am Sonntagnachmittag aneinander geraten. Zunächst war in einer Mitteillung der Polizei von rund 50 Personen die Rede, die gegen 17 Uhr aufeinander losgegangen seien – auf offener Straße.

Mit Flaschen, Baseballschlägern, Stühlen und anderen Gegenständen sollen die beiden Lager aufeinander eingeschlagen haben. Zeugen sprechen auch von Steinwürfen. Die Beteiligten sollen zum Großteil aus Rumänien stammen.

Als die Polizei mit einem Großaufgebot erschien, seien die Beteiligten rasch auseinander gegangen, heißt es im Polizeibericht. Fünf Beteiligte wurden so schwer verletzt, dass sie ins Krankenhaus gebracht wurden, zwei von ihnen wurden am Kopf verletzt, der eine davon lebensgefährlich.

Zwei Beteiligte erlitten Platzwunden am Kopf

Drei Schläger wurden zur Verhinderung weiterer Straftaten in Gewahrsam genommen. Sie durften am Montagmorgen wieder den Heimweg antreten. Zudem sprach die Polizei 25 Platzverweise aus.

Neben diversen Schlagwerkzeugen wurden auch zwei Handyvideos von der Prügelei sichergestellt. Die Hintergründe der massiven Schlägerei zwischen den beiden rumänischen Gruppen sind laut Polizei bisher noch unbekannt.

Video zeigt Verfolgungsjagd

Auch auf Facebook machten Aufnahmen die Runde. Ein Video zeigt, wie mindestens ein Dutzend Männer und Frauen an der Markenstraße Richtung Schlossstraße rennen, einander schlagen und schubsen.

Die Polizei müss nun versuchen, anhand der vielen Zeugenaussagen und mehrerer Handyvideos den genauen Hergang zu rekonstruieren, so ein Gelsenkirchener Polizeisprecher. Auch, wie viele Menschen genau an der Prügelei beteiligt waren, müsse noch ermittelt werden. Mittlerweile gehen die Ermittler von 20 bis 30 Beteiligten aus, deren Identifizierung läuft noch.

Polizei sucht Zeugen der Schlägerei

Die Polizei sucht weitere Zeugen, die Angaben zum Tatgeschehen, zu den Beteiligten,dem Anlass der Auseinandersetzungen machen oder selbstaufgezeichnete Videos zur Verfügung stellen können: Telefon 0209/365-7112 (Mordkommission) oder - 8240 (Kriminalwache).

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