Betreuung

200 neue Kita-Plätze für die Allerkleinsten

Mehr Betreuungsplätze für die Allerkleinsten gibt es ab dem neuen Kindergartenjahr in Gelsenkirchen.

Mehr Betreuungsplätze für die Allerkleinsten gibt es ab dem neuen Kindergartenjahr in Gelsenkirchen.

Foto: WAZ FotoPool

Gelsenkirchen.   Am 1. August startet offiziell das neue Kindergartenjahr. 8372 Kinder im Alter zwischen 0 und 7 Jahren können dann in unterschiedlichen Einrichtungen betreut werden.

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8372 Betreuungsplätze unterschiedlichster Art für Kinder stehen in Gelsenkirchen zum Start ins neue Kindergartenjahr am Samstag zur Verfügung. Fast 200 Plätze mehr als vor einem Jahr für Kinder unter drei Jahren.

Die angestrebte Betreuungsquote von 36 Prozent für Kinder zwischen einem und drei Jahren sei damit erreicht, versichert Holle Weiß, kommissarische Geschäftsführerin von Gekita. Mit dieser Quote liegt Gelsenkirchen weiterhin höher als vergleichbare Nachbarn. Doch der Ausbau wird weiter vorangetrieben.

„Es sind bereits weitere Kitas im Bau. Am Dörmannsweg läuft der Ausbau, im Herbst beziehungsweise Winter werden dort weitere U3-Plätze zur Verfügung stehen. An der Bochumer Straße wird neu gebaut und wir suchen auch weiterhin Räume für die Großtagespflege, Mini-Kitas also, und natürlich auch Betreuer,“ erklärt Holle Weiß.

19 Mini-Kitas in Gelsenkirchen

Bei den Mini-Kitas kommen auch Menschen mit anderer Ausbildung in Frage, Kinderkrankenschwestern etwa. Sie können sich in umfangreichen Fortbildungen für die Betreuung qualifizieren, werden auch später professionell begleitet.

Maximal neun Kinder bei zwei Betreuerinnen sind in so einer Mini-Kita, von denen es 19 in der Stadt gibt. Apropos Mini-Kitas. In der Altstadt und auch in Horst werden in Kürze weitere Mini-Kitas eröffnet. Allerdings wird die Einrichtung dieser Plätze geringer bezuschusst vom Land als normale Kitaplätze.

Die Bezahlung der Betreuungskräfte ist nicht landeseinheitlich geregelt. Derzeit wird zwar versucht, die Praxis mit Nachbarstädten zu vergleichen. Was schwer ist, weil unterschiedlich vorgegangen wird. „In Gelsenkirchen mieten wir die Wohnungen an, kümmern uns um die Ausstattung, um Qualität und Standards zu sichern. Das ist nicht überall so. Die Betreuer übernehmen nur einen Teil der Betriebskosten, das ist kompliziert,“ so Weiß.

Rechtsanspruch ab dem ersten Geburtstag

So etwas wie eine Jahresabschlussbilanz bei der Versorgungsquote kann man in der Kindertagesbetreuung eigentlich nie ziehen. Denn der Rechtsanspruch gilt vom vollendeten Lebensjahr an. Wer ein Jahr alt wird, hat von dem Tag an Anspruch, sodass es ganzjährig Nachmeldungen und -besetzungen gibt. Ganz abgesehen von Familien, die neu zuziehen sowie Flüchtlingskindern.

Es gibt noch freie Plätze

Noch gibt es freie Plätze in mehreren Einrichtungen. Wo, wieviele und für wen wird derzeit abgefragt. Ohnehin stehen bei Gekita ganzjährig Berater für alle vier Stadtbezirke zur Verfügung, die Eltern helfen, den Wunschplatz für ihr Kind zu bekommen, wenn es in der Kita nebenan nicht auf Anhieb klappt, versichert die Leiterin.

Gekita stellt weiterhin die meisten Betreuungsplätze zur Verfügung, und zwar 5482, davon 1426 für Kinder unter drei Jahren. Das sind 32 U3-Plätze mehr als im vergangenen Jahr.

Insgesamt sind 2018 der stadtweit 8372 Plätze in allen Einrichtungen für Kinder unter drei Jahren geeignet.

In der Tagespflege – in Privatwohnungen und in den Mini-Kitas – stehen 296 Plätze zur Verfügung, die allermeisten für die Kleinsten. In der Betreuung arbeiten in dem Bereich 78 Kräfte.

In evangelischen Tageseinrichtungen werden derzeit 833 Kinder betreut, davon sind 192 jünger als drei Jahre und 24 integrativ. In den verschiedenen Einrichtungen des katholischen Kita-Zweckverbandes gibt es aktuell 1497 Plätze im Stadtgebiet.

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