Ostermarsch Ruhr

150 Teilnehmer marschieren gegen weltweites Aufrüsten

Der Ostermarsch Ruhr mit 150 Teilnehmern machte am Sonntag traditionell im Stadtgarten Station.

Der Ostermarsch Ruhr mit 150 Teilnehmern machte am Sonntag traditionell im Stadtgarten Station.

Foto: Michael Korte

Gelsenkirchen.   150 Menschen beim Ostermarsch Ruhr im Gelsenkirchener Stadtpark: Die Resonanz war größer als 2018, wohl auch wegen des Frühlingswetters.

Mit Applaus wurden die gut 150 Teilnehmer des Ostermarsches im Stadtgarten empfangen und antworteten traditionell mit Fahrrad-Klingeln. Die Strecke führte diesmal von Essen über Gelsenkirchen, Wattenscheid, Herne und Bochum. Die Resonanz war größer als im vergangenen Jahr, wohl auch wegen des angenehmen Frühlingswetters, es gab keine Zwischenfälle.

Friedensforum erinnert an Milliardenausgaben für Rüstungsgüter

Gottfried Clever vom Gelsenkirchener Friedensforum erinnerte bei der Kundgebung am Mahnmal des Parks „Wir können nicht sagen, wir hätten nichts davon gewusst“ angesichts der Milliarden-Ausgaben für Rüstungsgüter weltweit. Umgerechnet in einen Turm aus Dollarscheinen würden sie 17.000 Kilometer erreichen, 9000 davon entfielen auf die Nato. „Zeitgleich sind es gerade einmal dreieinhalb Kilometer als Nothilfe gegen Hungerkatastrophen,“ skizzierte er. Wurde früher das Feindbild vom „Bösen Russen“ entworfen, so solle heute die Bundeswehr eine neue Rolle beim Aufbau einer europäischen Armee übernehmen „und Handelswege auch militärisch sichern. Das macht mich fassungslos, das erschüttert mich.“

Mittel für die Rüstung werden an anderer Stelle viel mehr gebraucht

„Wir füllen die Büchse der Pandora, und wehe, wenn sie geöffnet wird“, wenn die Mittel doch woanders viel nötiger wären „um Pflugscharen statt Schwerter verkaufen, Einsatz für den Klimaschutz und den sozialen Frieden!“

Er appellierte: „Der Widerstand in unserem kleinen Kosmos entscheidet zur Einheit und Versöhnung in uns und von Mensch und Natur.“ Um mit dem Zitat aus dem Lied „Die Hoffnung leben“ von Frank Baier zu schließen: „Weil Nichtstun bereits tödlich ist, nicht nur bequem.“

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