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Zugverbindung von Buer nach Westerholt kommt mit Verspätung

Der Bahnhof Buer-Nord liegt an der Güterstrecke zwischen Oberhausen und Hamm. Ebenso wie die weitere Strecke nach Westerholt. Das erschwert die Bauarbeiten.

Foto: Thomas Schmidtke

Der Bahnhof Buer-Nord liegt an der Güterstrecke zwischen Oberhausen und Hamm. Ebenso wie die weitere Strecke nach Westerholt. Das erschwert die Bauarbeiten. Foto: Thomas Schmidtke

Buer/Westerholt.   Die Bahnhöfe Buer-Nord und Westerholt zu verbinden, das ist der feste Plan. Doch es wird dauern. In Herten fehlt es nämlich an Haltpunkten.

Die Zugverbindung zwischen Buer-Nord und Westerholt ist Zukunftsmusik – aber fest geplant. Einige Jahre aber wird es noch dauern, bis man in nur wenigen Minuten von A nach B kommt. Auch wenn die Strecke schon eher befahren wird. Weil aber Haltepunkte auf Hertener Stadtgebiet fehlen, müssen sich die Bürger noch gedulden.

Wie berichtet, werden ab Dezember 2019 – nach rund 36 Jahren Unterbrechung – wieder reguläre Personenzüge durch Herten fahren, aber nicht anhalten. Denn erst zwei bis drei Jahre später soll der Bahnhof Herten-Mitte fertig sein. Der verzögerte Bau der neuen Hertener Bahnhöfe beschäftigt seit Wochen Teile der Politik und der Bevölkerung in der Nachbarstadt.

Treffen mit Spitzenmanagern

An dieser unerfreulichen Situation konnte auch der Hertener SPD-Landtagsabgeordnete Carsten Löcker nichts ändern, der in den vergangenen Tagen die Bahnzentrale in Düsseldorf besuchte. Er kam aber immerhin mit einem – laut Bahn – verlässlichen Zeitplan zurück.

Löcker hatte sich mit zwei Spitzenmanagern getroffen: dem Konzern-Bevollmächtigten der Deutschen Bahn für NRW, Werner Lübberink, sowie Stephan Boleslawsky, Regionalleiter der Bahn-Tochter „DB Station & Service“. Er ist quasi der Chef der Bahnhöfe.

Die „DB Station & Service“ wird auch die Hertener Bahnhöfe bauen. Bei dem Gespräch kamen folgende Eckpunkte heraus: In diesem Monat sollen letzte Abstimmungsgespräche zwischen der Bahn, dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und der Stadt Herten stattfinden.

Bürgerversammlung im Juni

Voraussichtlich im Juni wird es eine Bürgerversammlung geben. Vertreter der Bahn, des VRR, der Stadt und des Landesbetriebs Straßen. NRW werden ihre Planungen vorstellen. Straßen.NRW muss vor dem Bahnhofsbau die marode und zu schmale Brücke Feldstraße ersetzen.

Die Bahn baut die Bahnhöfe, die Stadt ist für deren Umfeld zuständig. Der Bau des Haltepunktes Herten-Mitte soll definitiv im Herbst 2020 beginnen. Die Bauzeit ist noch nicht kalkuliert, dürfte aber anderthalb bis zwei Jahre betragen. Der Bau der S-Bahn-Haltepunkte in Westerholt und Buer-Nord soll Ende 2021 beginnen.

Streckensperrung erschwert

Nach Darstellung der Bahn müssen bei der Vorbereitung für den Personenverkehr besondere Anforderungen erfüllt werden. Zum einen sind zusätzliche Strommasten nötig. Zum anderen ist die Bahnstrecke Hamm-Osterfeld eine von sehr wenigen Güterstrecken in Deutschland, über die Container mit Überbreite transportiert werden können, und somit auch international von Bedeutung. Das muss bei der Bahnhofsplanung berücksichtigt werden. Und das macht auch jede Sperrung der Strecke für Bauvorhaben kompliziert. Die Einrichtung von provisorischen Haltestellen hatte die Bahn bereits abgelehnt.

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