Markthalle

Gesucht wird: zukunftsfähige Lösung für Markthalle

Die Markthalle in Buer steht leer, eine Lösung ist nicht in Sicht.

Foto: Thomas Schmidtke

Die Markthalle in Buer steht leer, eine Lösung ist nicht in Sicht. Foto: Thomas Schmidtke

Gelsenkirchen-Buer.  SPD-Ratsfraktionsvorsitzender Klaus Haertel wehrt sich gegen „Einzelhandel im niedrigen Segment“.

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„Ein-Euro-Läden wie Tedi oder Kik können keine Lösung für das buersche Zentrum sein“: Mit dieser Einschätzung reagiert Klaus Haertel, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion und Vorsitzender des Planungsausschusses, auf den Streit zwischen Markthallen-Investor Thomas Bernau und der Stadtverwaltung und damit auch auf Hinweise, dass das Erdgeschoss der Markthalle für Einzelhandel im niedrigen Segment genutzt werden solle.

Die SPD-Fraktion spricht sich ausdrücklich für die neue Bauleitplanung aus, die in der Bezirksvertretung Nord einstimmig beschlossen wurde und eine gastronomische und marktaffine Nutzung vorsieht. „Die Markthalle ist für die buersche Innenstadt ein wichtiger Baustein. Es wird Zeit, dass in ihre Entwicklung wieder Bewegung rein kommt. Wir appellieren deshalb an Herrn Bernau und die Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung, alles Mögliche hierfür zu tun und nach zukunftsfähigen Lösungen zu suchen“, so Haertel.

SPD mit Bernau seit Februar 2015 im Gespräch

Die SPD-Stadtverordnete Sandra Latzke verweist darauf, dass sich der SPD-Ortsverein Buer-Mitte I bereits im Februar 2015 mit Thomas Bernau in Verbindung gesetzt habe, um etwas über seine Pläne aus erster Hand zu erfahren. Nach einer Besichtigung der Markthalle Ende 2015 sei für die SPD in Buer klar gewesen, dass Bernau die Markthalle für gastronomische Nutzungen umbauen werde. Die Pläne seien sehr konkret gewesen. In der Sitzung der Bezirksvertretung Nord im Januar 2016 sei ein Bauantrag in Aussicht gestellt worden.

Das Jahr 2016 habe keine sichtbaren Fortschritte gebracht. Im Gegenteil: Ein Bauzaun rund um die Markthalle ließ das schöne Gebäude zu einem Schandfleck mitten in Buer verkommen, so die SPD. Von einem Umbau sei nichts zu sehen gewesen. Es mehrten sich die Spekulationen darüber, was Bernau wohl mit der Markthalle vorhabe.

Wittebur: Bebauungsplan schließt Spielhalle aus

„Eine Spielhalle“, so Klemens Wittebur, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Buer-Mitte I, „kam nicht in Frage, da der vorhandene Bebauungsplan dies ausgeschlossen hatte.“ Der Investorhabe bis heute keinen vollständigen Bauantrag eingereicht. Durch die beabsichtigte erweiterte Gastronomienutzung müsse eine neue Stellplatzberechnung erfolgen. Hierbei habe die Stadt im Vorfeld alle rechtlichen Ermessensspielräume zu Gunsten des Investors genutzt.

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