Verkehr

Schick, aber nicht passend zur restlichen Siedlung

Mit den Arbeiten am Marthaweg sind die Anwohner nicht zufrieden. Sie haben einen Frage- und Mängelkartalog aufgestellt.

Foto: Thomas Schmidtke

Mit den Arbeiten am Marthaweg sind die Anwohner nicht zufrieden. Sie haben einen Frage- und Mängelkartalog aufgestellt. Foto: Thomas Schmidtke

Hassel.   Die Anwohner des Marthawegs sind nach der Sanierung ihrer Straße unzufrieden. Sie haben eine Mängelliste erstellt.

„Glücklich sind wir mit der Sanierung des Marthawegs nicht“, sagt Reinhold Thurau, Mitglied des Sprecherrates der Anliegerstraße in Hassel. Obwohl die Bauarbeiten seit einigen Wochen abgeschlossen seien, käme die Baufirma immer wieder vorbei, um Nachbesserungen vorzunehmen. Zudem würden die neuen Pflastersteine klappern. Auf Anfrage bestätigte die Stadt, dass eine Endabnahme bereits erfolgt sei. Dem Hinweis der Anwohner wolle man aber nachgehen.

Überrascht waren die Anwohner darüber, dass die Sickerkästen für abfließendes Wasser während der Bauphase mit einem Gabelstapler ausgebaut werden mussten.

Leistungskatalog kontrollieren

„Die Arbeiter haben uns gesagt, dass die Kästen verschlampt waren und so schwer, dass man sie nicht mehr mit einer einfachen Hebevorrichtung herausholen konnte“, berichtet Thurau und fragt: „Warum habe ich 18 Jahre lang Straßenreinigungsgebühren bezahlt?“ Die, klären Gelsendienste und Stadt unisono auf, werden nicht für die Reinigung der Sickerkästen, sondern lediglich für die Säuberung der Straße fällig.

„Die Reinigung der Straßenentwässerungseinläufe unterliegen dem Haushaltsbudget des Referats Verkehr“, erläutert Stadtsprecher Martin Schulmann. Die Reinigung der Straßenabläufe sei bis Mitte 2016 durch Gelsendienste durchgeführt worden und seit Mai 2016 sei dies der Abwasser Gesellschaft Gelsenkirchen übertragen worden.

Metall oder Beton

„Die Reinigung der Abläufe geht stets einher mit einer funktionalen Überprüfung der Entwässerungsleitung“, so Schulmann. Sofern ein ordentlicher Abfluss nicht gewährleistet sei, erfolge eine Meldung zwecks Reparaturauftrages an die Straßenunterhaltung. Das war beim Marthaweg nicht der Fall.

Scheinbar geht die Stadt davon aus, dass es am Marthaweg entgegen den Beobachtungen der Anwohner, keinen Gulli-Einsatz aus Metall gegeben hat. Denn Schulmann erklärt weiter: „Die Straßenabläufe auf dem Marthaweg sind im Rahmen der Baumaßnahme aufgrund der Lage- und Höhenveränderung erneuert worden. Da diese aus Beton und entsprechend schwer sind, werden diese mit einem entsprechendem Hebegerät ausgebaut“.

„Natürlich“, sagen die Anwohner, sehe ihr Marthaweg jetzt schicker aus als vor dem Umbau. „Die Straße passt jetzt aber nicht mehr ins Bild der Siedlung“, sind sie überzeugt. Ihnen sei nach wie vor schleierhaft, warum gerade der Marthaweg vom Referat Verkehr auserkoren wurde, um saniert zu werden. Und sie kündigen an: „Wir werden, wenn wir die Rechnungen von der Stadt für die Sanierungsmaßnahme bekommen, uns den Leistungskatalog sehr genau anschauen.“

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