Gesundheit

Rettungswache zieht ans St.-Marien-Hospital

Richtfest wurde jetzt auf dem Gelände des St.-Marien-Hospitals in Buer gefeiert. In der neuen Rettungswachse sollen ab April zwei Rettungswagen stationiert werden.

Foto: Joachim Kleine-Büning

Richtfest wurde jetzt auf dem Gelände des St.-Marien-Hospitals in Buer gefeiert. In der neuen Rettungswachse sollen ab April zwei Rettungswagen stationiert werden. Foto: Joachim Kleine-Büning

Gelsenkirchen-Buer.   Weil die Anfahrt von Lüttinghof zu weit war, werden ab dem 1. April am St.-Marien-Hospital zwei Rettungswagen stationiert

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Ein bisschen geht der kleine bunte Kranz vor dem blauen Himmel unter. Macht nicht’s. Der rot-weiße Rettungswagen und die kleine Menschenansammlung vor dem Rohbau im Hof des St.-Marien-Hospitals machen deutlich: Hier passiert etwas Wichtiges.

In Absprache mit der Stadt Gelsenkirchen und der Feuerwehr baut die St. Augustinus GmbH, der Eigentümer des buerschen Krankenhauses, eine neue Halle für zwei Rettungswagen, die ab dem 1. April hier stationiert werden sollen. „Wir reagieren damit auf die steigende Anzahl von Rettungseinsätzen“, erläutert Gelsenkirchens Kämmerin Karin Welge.

Vorgabe: acht Minuten

Und der Feuerwehrchef der Stadt, Michael Axinger, ergänzt: „Wir hatten den für Buer zuständigen Rettungswagen zunächst in Lüttinghof stationiert“. Um die gesetzliche Vorgabe einzuhalten, Menschen in Not in acht Minuten zu erreichen, habe man einen Wagen bereits vor zwei Jahren probehalber ans St.-Marien-Hospital verlegt. „Damit konnten wir die zeitlichen Vorgaben besser einhalten“, sagt Axinger.

Über 23 000 Notrufe bearbeiten Feuerwehr, Ehrenamtliche wie DRK oder Malteser sowie Fremdfirmen allein in einem Jahr in Gelsenkirchen. Tendenz permanent steigend. Im vergangenen Jahr habe man einen neuen Rettungsbedarfsplan erarbeitet und festgestellt, dass im gesamten Stadtgebiet die Anzahl der Rettungswagen von bisher zwölf auf insgesamt 16 erhöht werden müssen. „Ab dem 1. April 2018 werden wir die 16 Rettungswagen auf Tour schicken“, sagt Axinger.

Immer mehr Menschen rufen den Notarzt

Denn immer mehr Menschen rufen den Notarzt. „Das hängt einerseits mit langen Wartezeiten in den Spezial- Praxen zusammen“, erläutert Karin Welge. Andererseits könne man auch bei Zuwanderern beobachten, dass sie schneller zum Telefon greifen und den Notarzt rufen. „Da gibt es sicherlich Kommunikationsprobleme“, ist Welge überzeugt. Klar ist: Subjektiv erleiden auch diese Menschen ihren Notfall.

Für den Verwaltungsdirektor des St.-Marien-Hospitals Hans Christian Atzpodien liegt es nahe, den Rettungswagen am Krankenhaus zu stationieren. „Das bietet sich für ein Akut-Krankenhaus im städtischen Norden an. Der Patient kann direkt hier abgeliefert werden. Auch dafür haben wir vor zwei Jahren die Notfallaufnahme modernisiert“.

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