Autobahnausbau

Planer rücken die Heege in den Hintergrund

In der Gladbecker Stadthalle informierte Straßen NRW Bürger über die aktuellen Ausbaupläne für die Bundesstraße 224.

Foto: Oliver Mengedoht

In der Gladbecker Stadthalle informierte Straßen NRW Bürger über die aktuellen Ausbaupläne für die Bundesstraße 224.

Buer/Gladbeck.   Straßen NRW informierte in Gladbeck über den Ausbau der B 224 zur A 52. Dabei wurde deutlich: Trassenführung durch Buer ist endgültig vom Tisch.

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Der tägliche Stau kurz hinter dem Autobahnende in Buer macht deutlich: Der Verkehr auf der Bundesstraße 224 nimmt zu – und ein Ende der steigenden Fahrzeugzahlen ist nicht abzusehen. Zur Zeit liegt die Belastung auf der wichtigen Nord-Süd-Verbindung im Essener Norden täglich bei 40 000 Pkw und Lkw.

Ein Gutachter hat für die Straßenbaubehörde Straßen NRW errechnet, dass bei einem Ausbau der B 224 zur A 52 diese Zahl auf bis zu 58 300 Fahrzeuge im Jahr 2030 steigen wird.

Großes Interesse an Information

Der Ausbau der B 224 auf Gladbecker Stadtgebiet stand jetzt im Mittelpunkt einer Infomesse, zu der Straßen NRW in die Gladbecker Stadthalle geladen hatte. Erwartungsgemäß war das Interesse daran sehr groß, nicht nur unter Gladbecker Bürgern.

Auch Besucher aus Essen, Bottrop, Gelsenkirchen und Recklinghausen waren gekommen, um sich über den Stand der Planung und den Zeitplan zu informieren.

Autobahnkreuz soll 2015 fertig sein

2021 soll Baubeginn für die beiden ersten Bauabschnitte, von der A 42 in Bottrop bis zur Stadtgrenze Gladbeck und von dort bis zum geplanten A 2/A 52-Kreuz sein. 2025 will man mit dem Ausbau inklusive Autobahnkreuz in Höhe von Wittringen fertig sein. Danach soll es dann mit dem Ausbau auf Gladbecker Stadtgebiet inklusive dem fast 1,5 Kilometer langen Tunnel nahtlos weitergehen Richtung Buer.

In der Zwischenzeit hat Straßen NRW eine wichtige Frage klären können, seit 2015 der Beschluss für den Ausbau gefasst wurde und der Verkehrsengpass im Bundesverkehrswegeplan Priorität erhalten hat: Eine erneute Umweltverträglichkeitsstudie bestätigt, dass der Volltunnel durch Gladbeck im Sinne der Umwelt die beste Lösung ist. Erst an zweiter Stelle käme die Galerie, ein halboffener Tunnel. Weit abgeschlagen liegt die Variante, den Autobahnausbau durch die Heege und damit über Gelsenkirchener Stadtgebiet in Richtung A 2 zu führen.

Mehr Fahrzeuge, weniger Schadstoff

Das ist eine gute Nachricht für Udo Mischg, der auf dem Rosenhügel wohnt und besorgt vor der Infotafel mit den drei Ausbauvarianten stand. Eine Autobahn durch die von landwirtschaftlicher Nutzung bestimmte Heege wäre keinesfalls in seinem Sinne. Erleichtert nahm er zur Kenntnis, dass diese Version wohl endgültig vom Tisch ist. Diese Erleichterung wird sicherlich auch von zahlreichen Anwohnern der Heege, des Rosenhügels und des Schaffraths auf Gelsenkirchener Stadtgebiet geteilt.

Der zunehmende Verkehr auf der Autobahn könne die Städte entlasten, zudem gäbe es durch weniger Staus und Ampelstopps weniger Schadstoffemissionen, erklärte Christoph Neumann, Abteilungsleiter bei Straßen NRW.

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