Filmvorführung

Pestizide wie Glyphosat bedrohen die heimischen Bienenvölker

Bioland-Imker Ralf Berghane zeigt  Grünen-Sprecherin Adrianna Gorczyk die Bienenstöcke.

Bioland-Imker Ralf Berghane zeigt Grünen-Sprecherin Adrianna Gorczyk die Bienenstöcke.

Foto: Oliver Mengedoht

Gelsenkirchen-Buer.   Grüne und Trinitatis-Gemeinde laden zur Filmvorführung über das weltweite Bienenstreben. Bio-Imker beantwortet Fragen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

In China ist es längst Realität: Blüten von Obst und Gemüse müssen vielfach mühsam von Hand bestäubt werden, weil es durch den Einsatz von Pestiziden zu einem massiven Bienensterben gekommen ist. Für Hobby-Imker Ralf Berghane aus Horst ist das auch ein Zukunftsszenario in Europa: „Ich bin überzeugt, dass wir in rund fünf Jahren einen Teil unseres Obstes nicht mehr so produziert bekommen wie bisher. Deshalb muss der Einsatz von Chemikalien gestoppt werden.“

Nähere Details erfahren Interessierte bei der Präsentation der deutschen Fassung des Films „More than honey“ („Mehr als Honig“) am Donnerstag, 20. September, 18.30 Uhr, im Gemeindezentrum neben der evangelischen Apostelkirche, Horster Straße 35. Veranstalter sind die Grünen Gelsenkirchen und die Evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde Buer.

Folgen für Mensch und Natur

In dem rund 90-minütigen Dokumentarfilm (2012) berichtet der Schweizer Regisseur Markus Imhoof über das weltweite Bienensterben von Kalifornien bis China, sucht nach den Ursachen und fragt nach den Folgen für Mensch und Natur. Dabei wird auch die Rolle von chemischen Insektiziden thematisiert, von denen einige seit April 2018 in EU-Staaten im Freiland verboten sind – allerdings nicht in Gewächshäusern. Frankreich hat gerade sämtliche Insektizide untersagt.

„Saatgutbeizmittel wie Neonikotinoide oder Glyphosphat lähmen oder töten Bienen und andere Bestäuberinsekten wie Hummeln oder beeinträchtigen deren Orientierungssinn und das Lernvermögen. Glyphosphat steht zudem im Verdacht, beim Menschen Krebs zu erzeugen“, betont Bio-Imker Berghane, der in Sutum auf einer Streuobstwiese zehn Bienen-Wirtschaftsvölker und acht Ableger hält.

Publikum kann Imker Fragen stellen

Ralf Berghane steht nach der Filmvorführung bereit, konkrete Fragen aus dem Publikum zu beantworten. Pfarrerin Karla Wessel sieht die Veranstaltung auch als „Impuls, noch einmal über Möglichkeiten zur Erhaltung der göttlichen Schöpfung nachzudenken, die uns ja Anliegen und Auftrag ist.“ Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben