Umwelt

Ölpellets landeten auf dem Bellendorfsweg in Scholven

Auf der Rückfahrt vom Kraftwerk Scholven zur BP-Raffinerie fielen Restmengen der Ölpellets durch einen teilweise geöffneten Verschlussschieber auf die Fahrbahn.

Auf der Rückfahrt vom Kraftwerk Scholven zur BP-Raffinerie fielen Restmengen der Ölpellets durch einen teilweise geöffneten Verschlussschieber auf die Fahrbahn.

Foto: dpa

Gelsenkirchen-Scholven.   Verschlussschieber war nicht vollständig geschlossen. Bellendorfsweg in Gelsenkirchen-Scholven wurde teilweise neu asphaltiert.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Zu einem Zwischenfall beim Transport der Ölpellets zwischen der BP-Raffinerie und dem Uniper-Kraftwerk kam es im letzten Jahr. Wie Patrick Jedamzik (Bündnis 90/Grüne) erfahren – und Uniper zwischenzeitlich bestätigt hat – fielen „aufgrund des unebenen Straßenbelags auf dem Bellendorfsweg geringe Restmengen der Ölpellets durch einen teilweise geöffneten Verschlussschieber auf die Fahrbahn“.

Laut Uniper war dem Fahrer nach dem Entleeren des Containers am Kraftwerk entgangen, dass der Verschlussschieber nicht vollständig geschlossen war. „Rückblickend auf die letzten zehn Jahre war das der erste Zwischenfall, der zu einer Verschmutzung der Fahrbahn mit Ölpellets führte“, so Uniper.

Direkt nach dem Zwischenfall habe Uniper die Bezirksregierung in Münster, die Polizei und die Stadt Gelsenkirchen informiert. Die Ölpelletreste seien mechanisch von der Fahrbahn entfernt worden. Geringe Mengen, die durch vorbeifahrende Autos in die Poren des Asphalts gedrückt worden waren, ließen sich auf diesem Wege nicht entfernen. Ein Entsorgungsfachbetrieb trug den Asphalt in dem Bereich ab. Der Bellensdorfweg wurde in dem Bereich neu asphaltiert.

Schulung für Fahrer

Der Transport der Ölpellets zwischen BP-Raffinerie und Uniper-Kraftwerk findet laut Uniper in Spezialfahrzeugen statt. Normalerweise werde der Fahrer durch ein optisches und akustisches Signal im Fahrerhaus gewarnt, wenn der Verschlussschieber nicht geschlossen sein sollte. „Um zukünftig zu verhindern, dass es zu einem Pelletverlust durch nicht korrekt verriegelte Behälter kommen kann, wurden die Mitarbeiter der Transportfirma erneut geschult“, berichtet Uniper.

„Darüber hinaus haben wir eingeführt, dass der Wagen vor Verlassen unseres Geländes beim Pförtner hält und eine gemeinsame Kontrolle der richtigen Verriegelung stattfindet.“ Dieses Vorgehen werde zudem in Unterschriftenlisten dokumentiert und überprüft.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (3) Kommentar schreiben