Feines vom Land

Milch, Kräuter und Saft machen Appetit aufs Probieren

Feines vom Land genießen in entspannter Atmosphäre: Das war wieder einmal an zwei Tagen auf der Domplatte möglich.

Foto: Thomas Schmidtke

Feines vom Land genießen in entspannter Atmosphäre: Das war wieder einmal an zwei Tagen auf der Domplatte möglich. Foto: Thomas Schmidtke

Gelsenkirchen-Buer.  Der Bauernmarkt „Feines vom Land“ macht Lust darauf, selbst erzeugte Spezialitäten direkt vor Ort auf der Domplatte zu probieren.

Der Bauernmarkt „Feines vom Lande“ ergänzte am Samstag und Sonntag das Stadtfest „Buer Live“. Auf der Domplatte waren 50 Landwirte und Direktvermarkter zusammengekommen, um ihre Waren den Gästen zu präsentieren. An den meisten Ständen konnte man auch probieren.

So wie an der „Milchtankstelle Hof Kerkmann“ aus Dorsten-Lembeck. „Wir verkaufen unsere Milch auf dem Hof in einem Warenautomaten – 24 Stunden und sieben Tage die Woche“, so Hedwig Kerkmann. So nutze man die Vorteile der Direktvermarktung, spare aber den Hofladen. „Seit anderthalb Jahren mache ich auch selbst Käse.“ Den möchte sie heute bekannt machen. „Ich will das Gute vom Land vorstellen.“ Und das gebe es eben nicht nur in der Ferne. „Für mich ist das hier Öffentlichkeitsarbeit“, sagt die Geschäftsfrau. Verbunden mit einer Einladung auf den Dorstener Hof.

Gesundes Grün für den Garten

„Wir hoffen, dass viele Menschen zu uns kommen, um sich den Hof anzusehen. Man kann bei uns sogar beim Melken zuschauen“, wirbt Hedwig Kermann. Ganz andere Feinheiten vom Lande hat Erika Plätzer dabei. Mit ihrem Gartenbaubetrieb „Pflanzenzauber“ ist sie heute hier, bietet gesundes Grün für den Garten an. Allein rund 15 verschiedene Sorten Minze hat sie dabei: „Und das ist nur ein kleiner Teil der vorhandenen Sorten.

Aber jetzt, wo die Pflanzzeit fast vorbei ist, verkaufen wir nur die gängigen Sorten.“ Interesse bei vielen Bueranern erregen auch die Heilkräuter von der Kamille bis zum Baldrian. Das Praktische: Kleine Schildchen informieren, bei welchem Zipperlein das jeweilige Kraut hilft. Ein Richtwert, mehr nicht, erklärt die Expertin. „Jeder Körper reagiert anders. Die Kunden verpflichten sich mit dem Kauf, sich kundig zu machen.“

Auch beim Apfelsaft zählt der Jahrgang

An anderer Stelle präsentierte sich die Privatkellerei „Van Nahmen“ den Besuchern. Die Marke ist bekannt im Stadtnorden. Die Produktpalette sei es aber nicht unbedingt, so Sönke Fischer. „Deswegen ist es uns wichtig, dass man hier in Ruhe probieren kann. Es ist doch so: Wenn man vor einem Weinregal steht und die teuren Weine sieht, hat man Hemmungen die zu kaufen, wenn man nicht weiß, wie die schmecken. So ist das auch mit unseren Säften.“

Die Experten wollten informieren über die Produkte. „Bei den sortenreinen Apfelsäften zum Beispiel, da schmeckt man sogar die Unterschiede der einzelnen Jahrgänge. Die sind alle anders.“ Ein Geschmacksexperiment, das in Buer gut angenommen werde: „Die Menschen sind wieder anspruchsvoller was ihre Lebensmittel betrifft.“

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