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Lautes Gezwitscher erfüllt den Gemeindesaal in Scholven

Peter Keitmeier, Rudi Wiedemann, Wilfried Dippel und Oliver Born (v.li.) freuen sich über das erfolgreiche Abschneiden bei der Vogelschau.

Foto: Oliver Mengedoht

Peter Keitmeier, Rudi Wiedemann, Wilfried Dippel und Oliver Born (v.li.) freuen sich über das erfolgreiche Abschneiden bei der Vogelschau. Foto: Oliver Mengedoht

Gelsenkirchen-Scholven.   Vogelliebhaber stellten über 200 Tiere in St. Josef aus und machten Kinder und Jugendliche neugierig auf das Hobby Vogelzucht.

Wohin man auch blickt: überall buntes Gefieder. Vogelgezwitscher kommt aus allen Ecken. Der Gemeindesaal von St. Josef in Scholven ist kaum wiederzuerkennen. Der ganze Raum ist voll von liebevoll hergerichteten Volieren und Käfigen. In ihnen sitzen und singen die unterschiedlichsten Vögel.

Farbkanarien, Exoten, Positurkanarien, Cardueliden, Mischlinge aber auch Großsittiche können bewundert werden. Interessiert gehen die Besucher durch die verschiedenen Gänge und betrachten die bunten Geschöpfe. Stolz zeigen die Züchter ihre Prachtexemplare. Über 200 Vögel haben die Vogelliebhaber Gladbeck/Scholven an drei Tagen ausgestellt.

Vereinsmeister: Oliver Born

Rudolf Wiedemann ist Vorsitzender des Vereins und erzählt, dass die Vogelschau ein voller Erfolg sei: „Dieses Jahr sind auf jeden Fall mehr Besucher bei uns als in den letzten Jahren. Es kommen beispielsweise viele Eltern mit ihren Kindern vorbei.“ Auch der achtjährige Fynn Kürten aus Oberhausen besichtigt die Ausstellung. Besonders angetan haben es ihm die Vögel, die ein weißes Gefieder tragen. Doch einmal selbst Vogelzüchter zu werden, das kann Fynn sich nicht vorstellen: „Das ist mir einfach zu viel Arbeit.“

Wie viele Vereine haben auch die Vogelliebhaber Probleme Nachwuchs zu finden. Abdul Sharif (38) ist der jüngste Züchter des Vereins. Er möchte, dass auch Jüngere sich für die Vogelzucht interessieren. Deshalb versucht er, Kinder und Jugendliche für die exotischen Geschöpfe zu begeistern. Zum Beispiel indem er einmal im Jahr Vorschulkinder in seinen Garten einlädt. „Die Kinder sind von den vielen Vögeln begeistert und ich hoffe, dass sie sich später an uns erinnern werden“, so Sharif.

Eine Voliere mit 100 Vögeln

Am Ende der Brutzeit, wenn der Nachwuchs geschlüpft ist, hat er ungefähr 100 Vögel in seiner Voliere. Damit ist Sharif aber keine Ausnahme. Viele der Züchter besitzen hunderte Vögel und richten für sie ganze Kellerräume oder Dachböden ein. Wer einen Garten hat, der baut eine Voliere. Dass viel Arbeit und Mühe hinter der Zucht steckt, das weiß man nicht nur, wenn man dies hört, sondern auch, wenn man sich bei der Vogelschau genauer umschaut. Bis ins kleinste Detail sind die Volieren den natürlichen Lebensräumen der Tiere nachempfunden. Aufgestellte Schaubilder erklären, um welche Art es sich bei den einzelnen Vögeln handelt. Selbstgebaute Vogelhäuser stehen zum Verkauf bereit.

Auch die Frauen der Vereinsmitglieder bringen sich ein. Sie versorgen die Besucher mit Kaffee und Kuchen sowie mit Currywurst. Höhepunkte des Wochenendes sind die Tombola, die mit vielen kleinen Preisen lockt, und die Vereinsmeisterschaft. Preisrichter bewerten die zur Schau gestellten Vögel. Das Vereinsmitglied mit den am besten bewerteten Vögeln wird Vereinsmeister – in diesem Jahr ist es Oliver Born (55).

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