Kultur in Buer

Wochenendtipps: Summertime auf Schloss Berge

Der Jazz-Musiker Chris Hopkins spielt mit seinem neuen Trio am Freitag live beim Schloss-Berge-Konzert auf.

Der Jazz-Musiker Chris Hopkins spielt mit seinem neuen Trio am Freitag live beim Schloss-Berge-Konzert auf.

Foto: Hopkins-Bild / HO

Gelsenkirchen-Buer.   Eine offene Bühne für Gelsenkirchener im Cafe 42 oder ein Benefizkonzert im Schloss: In Buer hat man an diesem Wochenende die Qual der Wahl.

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Eine Bühne für alle

Wer schon immer einmal auf den Brettern stehen wollte, die die Welt bedeuten, der ist im C@fé-42 in Beckhausen richtig: Dort nämlich findet die zweite Ausgabe des Formates „Open Stage“ statt. Vier Jahre liegt die erfolgreiche Erstausgabe zurück. Nun sind passionierte Anhänger der darstellenden Künste wieder eingeladen. Gezeigt werden darf alles von Musik über Zauberei, Comedy und Pantomime bis hin zu Literatur oder Dichtkunst. Jeder der Teilnehmer hat 15 Minuten Zeit, sich zu präsentieren. Allerdings, spontan einsteigen ist nicht. Eine Anmeldung ist erforderlich unter info@cafe-42.de. Los geht es am Freitag, 21. Juni, um 19 Uhr an der Bergstraße 7a. Der Eintritt ist frei.

Summertime Schloss Berge

Sie sind gute Tradition, die Schloss-Berge-Konzerte des Lionsclubs in Gelsenkirchen-Buer. Mit dabei ist dieses Mal das Chris-Hopkins-Trio. Dessen namensgebender Frontmann gehört zu den renommiertesten Musikern der internationalen Jazzszene und war 2016 bereits mit seinem Ensemble „Echoes of Swing“ in Buer zu Gast. Im Gepäck haben die Musiker ein wahrlich sommerliches Repertoire: „Große Melodien aus dem New Yorker Jazz Age wechseln sich ab mit heißen Bossa-Nova-Klängen aus Rio de Janeiro, gefühlvolle Balladen verströmen Pariser Savoir-Vivre, während bluesgetränkte, temporeiche Improvisationen New Orleans Flair verbreiten“, versprechen die Initiatoren, die damit Geld sammeln für das Friedensdorf Oberhausen. Das Konzert findet Freitag, 21. Juni, um 19.30 Uhr im Saal von Schloss Berge statt. Der Eintritt kostet 25 Euro an der Abendkasse.

Musik aus dem Baltikum

Stimmakrobatik pur bieten Kadri Voorand und Mihkel Mälgand im Nordsternturm. Während die beiden Musiker hier recht unbekannt sind, gehören sie in ihrer estischen Heimat zu den erfolgreichsten Künstler und Komponisten. Beide bringen Eigenkompositionen für Klavier, Bass und Gesang mit, oftmals unterlegt durch elektronische Effekte. Spielfreude und lustvolle Improvisation inklusive. Konzertbeginn ist Freitag, 21. Juni, um 20 Uhr im Nordsternturm. Achtung! Das Konzert ist ausverkauft.

Keltische Reisende auf Hugo

Die Iren prägten die Geschichte der Stadt, waren sie doch die ersten Bergleute hier. Da liegt es nahe, dass sie heutzutage auf der Zeche Hugo auftreten, die Klänge ihrer Heimat mitbringen. Einmal mehr sind hier „Celtic Voyager“ zu Gast, die sich mit einigen Gastspielen bereits eine Fangemeinde im Stadtnorden aufgebaut haben. Die Truppe präsentiert ein buntes Programm, kombiniert mittelalterliche Melodien mit alten schottischen Songs und populären irischen Klassikern. Wer musikalisch auf Reisen gehen will, kommt am Samstag, 22. Juni, um 20 Uhr zur Zeche Hugo, Schacht 2 am Brößweg 34. Der Eintritt kostet 18 Euro an der Abendkasse.

Von Kleinen für Kleine

Früh übt sich, wer ein Schauspieler werden will. So zumindest sieht man es in der städtischen Tageseinrichtung für Kinder an der Heinrich-Brandhoff-Straße. 34 kleine Darsteller, die angehenden Schulkinder der Einrichtung, haben hier in den vergangenen Wochen mit großer Freude ihr schauspielerisches Talent entdecken und es fördern können. Zumal eine schöne, kindgerechte Geschichte einstudiert wurde: „Der König der Löwen“. Nun bringen die Kleinen ihr großes Projekt auf die Bühne – und hoffen auf zahlreiche Gäste. Los geht es am Mittwoch, 26. Juni, um 15.30 Uhr in der Glashalle von Schloss Horst, Turfstraße 21. Der Eintritt ist frei.

Lokalgeschichte verstehen

Die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten hat wohl jeder einmal in der Schule behandelt. Selten aber geschah dies anhand lokaler Beispiele. Die liefert nun Historiker Daniel Schmidt, Leiter des Instituts für Stadtgeschichte (ISG) bei seinem Vortrag „NS-Verbrechen in der Endphase des Zweiten Weltkrieges in Gelsenkirchen“. In letzter Minute und kurz vor der totalen Niederlage ermorden Gestapo, SS und bewaffnete Formationen zahllose Menschen. Der Vortrag befasst sich mit diesen Gewalttaten und auch mit deren fragwürdiger juristischer Aufarbeitung. Vortragsbeginn ist am Mittwoch, 26. Juni, um 19 Uhr in der Dokumentationsstätte „Gelsenkirchen im Nationalsozialismus“ an der Cranger Straße 323. Der Eintritt ist frei.

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