Kreative Kunstwerke für Haare und Bart

Foto: Thomas Schmidtke

„Er hat schon einen eigenen Kundenstamm aufgebaut. Die wollen zu ihm, weil er so kreativ ist“, sagt Özkan Sahin über seinen Mitarbeiter Mohamed al Abed. In dem Herrenfriseurgeschäft an der Markenstraße gestaltet der junge Damaszener seit einigen Monaten seine Zukunft.

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„Er hat schon einen eigenen Kundenstamm aufgebaut. Die wollen zu ihm, weil er so kreativ ist“, sagt Özkan Sahin über seinen Mitarbeiter Mohamed al Abed. In dem Herrenfriseurgeschäft an der Markenstraße gestaltet der junge Damaszener seit einigen Monaten seine Zukunft.

„Ich wollte immer Friseur werden. Davon habe ich seit meiner Kindheit geträumt“, erzählt der 25-Jährige, der schon auf eine elfjährige Berufserfahrung verweisen kann. Wäre der Krieg nicht gewesen, Mohamed al Abed hätte ein glückliches Leben geführt in der Heimat.

Um das Leben seiner Frau zu schützen, machten sich die beiden auf den Weg über das Meer nach Griechenland. Dann mit dem Bus und dem Zug weiter nach Deutschland. „Freunde hatten mir erzählt, hier kann ich arbeiten.“ In seinem Fall und mit Hilfe der Freien Evangelischen Gemeinde Horst und deren Flüchtlingsprojekt fand sich bei Özkan Sahin wirklich ein Praktikumsplatz. „Ich habe sofort gesehen, dass er arbeiten will und er hat sich bewährt.“ Beim ersten Haarschnitt im Salon war auch Pastor Rico Otterbach von der Freien Evangelischen Gemeinde dabei. „Da sagte der Chef sofort: Der kann was.“

Sieben Monate ist das nun her. Der junge Friseur aus Syrien ist beliebt in Horst. Auch, weil er so kreativ ist, arabischen jungen Männern Muster in Bärte und Haare rasiert. „Ich liebe Rasuren“, sagt Mohamed al Abed. Und dann packt er sein Handy aus und zeigt Fotos von seinen Kunstwerken.

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