Gesundheit

Krankenhaus hat den Blutzucker stets im Blick

Über die erfolgreiche Zertifizierung freut sich das Diabetesteam des Gertrudis-Hospitals (v. li.): Oberärztin Ganna Veropotvelyan, Chefärztin Dr. Anette Borchert, Sr. Barbara Maria Fels (Diabetesberaterin)

Foto: G. Schmidt

Über die erfolgreiche Zertifizierung freut sich das Diabetesteam des Gertrudis-Hospitals (v. li.): Oberärztin Ganna Veropotvelyan, Chefärztin Dr. Anette Borchert, Sr. Barbara Maria Fels (Diabetesberaterin) Foto: G. Schmidt

Gelsenkirchen-Buer/Westerholt.  Die Deutsche Diabetes Gesellschaft zeichnet das Gertrudis-Hospital in Westerholt aus. Es ist eine Klinik, die für Diabetes-Patienten geeignet ist.

Jährlich werden etwa zwei Millionen Diabetespatienten in einer Klinik behandelt. Sie wollen sicher sein, dass ihre Grunderkrankung kompetent berücksichtigt wird, auch wenn sie sich etwa wegen eines Eingriffs an Hüfte oder Herz in eine Klinik begeben, die über keine diabetologische Fachabteilung verfügt. Sie möchten sich darauf verlassen können, dass ihr Blutzuckerspiegel bedarfsgerecht überwacht wird, die Narkose auf ihre Diabetes-Erkrankung abgestellt ist oder Notfallequipment für den Fall einer Blutzucker-Entgleisung bereit steht.

Diesen Patienten bietet die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) mit dem Zertifikat „Klinik für Diabetes-Patienten geeignet (DDG)“ ab sofort eine nützliche Orientierung: So hilft das Zertifikat Ärzten und Patienten bei der Wahl der richtigen Klinik. Als eine der ersten Einrichtungen in Deutschland hat die DDG die KKRN Katholisches Klinikum Ruhrgebiet Nord GmbH an allen vier Klinik–Standorten, darunter auch das Gertrudis-Hospital Westerholt, zertifiziert.

Routinemäßige Ermittlung der Blutzuckerwerte

Chefärztin Dr. Anette Borchert, Leiterin des Diabetes-Teams am Gertrudis-Hospital erklärt: „Wir haben an unserer Klinik ein routinemäßiges Screening auf erhöhte Glukosewerte. Bei jedem neu aufgenommenen Patienten wird sofort Blut abgenommen und die Blutzuckerwerte werden bestimmt.“ Damit werden nicht nur die Diabetes-Patienten klar identifiziert, sondern auch die, deren Diabetes bislang unentdeckt geblieben ist. DDG-Präsident Professor Dr. med. Baptist Gallwitz bilanziert: „Die KKRN Katholisches Klinikum Ruhrgebiet Nord GmbH mit vier Klinik -Standorten haben eine fächerübergreifende Diabetes-Kompetenz. Die standardisierten Abläufe sind vorbildlich. Das sind Kliniken, die die Nebendiagnose Diabetes ihrer Patienten ernst nehmen und bestmöglich berücksichtigen.“

Davon profitieren vor allem die Patienten. Denn ein gut eingestellter Diabetes trage dazu bei, die Komplikationen wie Nierenversagen, Lungenentzündung und Wundheilungsstörungen zu verhindern. Das Gertrudis-Hospital darf den Titel „Klinik für Diabetespatienten geeignet (DDG)“ für drei Jahre tragen, danach muss es sich rezertifizieren lassen.

Auch die medizinische Vorgeschichte wird erfasst

Bei einer Behandlung im Krankenhaus ist es wichtig, bei jedem Patienten die genaue Vorgeschichte, Grunderkrankungen oder Allergien zu erfassen. Bei Menschen, die an Diabetes erkrankt sind, ist dies besonders bedeutend. Das neue Zertifikat „Klinik für Diabetespatienten geeignet (DDG)“ hat das Ziel, die Qualität der Behandlung für Menschen mit der Nebendiagnose Diabetes zu verbessern und damit ein Defizit in der stationären Behandlung zu beheben. Drei der zu erfüllenden Kriterien sind besonders wichtig: Es muss ein diabetologisch versierter Arzt zur Verfügung stehen, Pflegekräfte müssen diabetologisch geschult sein und es muss gewährleistet sein, dass die Blutzuckerwerte bei jedem Patienten geprüft werden.

Chefärztin Dr. Anette Borchert, Leiterin des Diabetes-Teams am Gertrudis-Hospitel erklärt: „Wir haben an unserer Klinik ein routinemäßiges Screening auf erhöhte Glukosewerte. Bei jedem neu aufgenommenen Patienten wird sofort Blut abgenommen und die Blutzuckerwerte werden bestimmt.“ Damit werden nicht nur die Diabetes-Patienten klar identifiziert, sondern auch die, deren Diabetes bislang unentdeckt geblieben ist. DDG-Präsident Professor Dr. med. Baptist Gallwitz bilanziert: „Die KKRN Katholisches Klinikum Ruhrgebiet Nord GmbH mit vier Klinik -Standorten haben eine fächerübergreifende Diabetes-Kompetenz.

Komplikationen sollen verhindert werden

Die standardisierten Abläufe sind vorbildlich. Das sind Kliniken, die die Nebendiagnose Diabetes ihrer Patienten ernst nehmen und bestmöglich berücksichtigen.“ Davon profitieren vor allem die Patienten. Denn ein gut eingestellter Diabetes trage dazu bei, die Komplikationen wie Nierenversagen, Lungenentzündung und Wundheilungsstörungen zu verhindern.

„Wir dürfen den Titel „Klinik für Diabetespatienten geeignet (DDG)“ für drei Jahre tragen, danach können wir uns rezertifizieren lassen“, fügt Anette Borchert an.

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