Karneval

Kleine Jecken eroberten Horst beim Kinderumzug

Ein gemalter närrischer Lindwurm geht dem traditionellen Kinderumzug in Horst voran.

Foto: Heinrich Jung

Ein gemalter närrischer Lindwurm geht dem traditionellen Kinderumzug in Horst voran. Foto: Heinrich Jung

Gelsenkirchen-Horst.   Viele Familien erlebten am Sonntagvormittag den Kinderumzug mit. So viele wie in den Vorjahren waren es nicht. Das Wetter hielt viele davon ab

Kleine Prinzessinnen, Pinguine, Zauberer und Piraten drängen sich unter den Vordächern an der Essener Straße. Kleine Schauer können den Jecken nichts anhaben hier und heute, beim Kinderumzug in Horst. Die meisten Kostüme sind dem Wetter angepasst oder einfach über die Jacke gezogen worden.

Aber auch die großen Jecken sind mit dabei, begleiten oftmals kostümiert den närrischen Nachwuchs. So wie Brigitte Saupe, deren bunte Perücke schon für gute Laune sorgt. „Wir sind natürlich wegen der Kinder hier“, sagt sie. „Meine Enkeltochter wollte als Einhorn gehen im Karneval.“

Anreise aus den Niederlanden

Zumal die eigentlich in den Niederlanden wohnt und nur durch den Besuch bei den Großeltern dabei sein kann. Dennoch, der Kinderumzug sei nicht nur für die Kleinen ein Erlebnis. „Ich bin im Karneval zu Hause“, sagt Brigitte Saupe und erklärt, deswegen solle auch der Nachwuchs möglichst früh an die fünfte Jahreszeit heran geführt werden.

Die Musik des „Spielmannszuges Disteln Backum“ kündigt den Zug an. Zum „treuen Husaren“ geht ein gemalter närrischer Lindwurm voran.

Kinderprinzenpaar begleitet dem Umzug

Dann folgen die Minis des „KC Astoria“ im ersten Wagen, danach das Kinderprinzenpaar Lukas II. und Sirin I., die hier den Höhepunkt ihrer Regentschaft erleben und Kamelle werfen, bis die Straße voll ist. „Super“, sei dieser Moment gewesen, erklärt der Prinz später glücklich, aber auch geschafft von einer kurzen aber erlebnisreichen Session.

Am Rande wackelt ein lebendiger Pylon. In solch Kostüm ist Martin Allgeyer geschlüpft. Auch er begleitet die Familie, will „als Erwachsener heute für Stimmung sorgen“. Dann verrät er: „Karneval ist nicht so meine Zeit.“ Anmerken tut man ihm das aber überhaupt nicht.

Die Kleinen sammeln begeistert Kamelle

Die „Jecken vom Pütt“ erreichen die Ecke, arbeiten sich vor Richtung Josef-Büscher-Platz. Angeführt werden sie vom Vereinsvorsitzende Kunibert Kiene. Der ist in Bergmannskluft unterwegs. Dann folgt der Spielmannszug vom „BSV Bottrop Fuhlenbrock“. Er spielt: „Einer geht noch“.

Bezogen auf die Kamelle stimmt das. Die Aktiven werfen, die kleinen Gäste sammeln sie auf. Für viele Kinder das Tollste am Zug. Auch für die fünfjährige Kim, die heute als Krankenschwester unterwegs ist. „Das wollte sie unbedingt“, sagt Mama Tanja Zienc und verrät, die Kleine ist eine Würdenträgerin, sei amtierende Bülser Kinderschützenkönigin.

Auf dem Horster Marktplatz endet der Zug. Anette Schwenzfeier und Nicole Torwesten sind zufrieden. Sie organisierten die Veranstaltung erstmals gemeinsam. „Es ist gut gelaufen. Mehr Besucher wären schön gewesen. Aber die haben alle den Wetterbericht gehört“, sagt letztere. Und Anette Schwenzfeier, Präsidentin der „Astorianer“ lobt die Gemeinschaftsleistung in der Prinzensession. „Wir arbeiten alle zusammen im Team. Und wir haben Spitzenleute.“

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