Halloween

Kinder haben Spaß mit Hexen und Horrorgestalten

Dem Grusel auf der Spur: Manuel (l, 10 Jahre) und Lennart (9) schnitzten beim Herbst-Ferienprogramm des Erich-Kästner-Hauses mit viel Spaß und Sorgfalt Halloween-Laternen  aus Kürbissen.

Foto: Martin Möller

Dem Grusel auf der Spur: Manuel (l, 10 Jahre) und Lennart (9) schnitzten beim Herbst-Ferienprogramm des Erich-Kästner-Hauses mit viel Spaß und Sorgfalt Halloween-Laternen aus Kürbissen. Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen-Erle.   Im Erich-Kästner-Haus basteln Kinder Kürbislaternen für Halloween. Das ist bei den Kleinen eines der beliebtesten Feste geworden.

„Ich wünschte, es wäre immer Halloween“, sagt Hanna, während sie an ihrer Kürbislaterne schnitzt. „Ich schaue so gerne die Halloweenfilme an. Und wir feiern ganz groß und verkleiden uns. Sogar das Baby von meiner Stiefschwester kommt als Kürbis.“

Die Kinder geraten richtig ins Schwärmen. Für sie steht ein großer Feiertag bevor. Und auf den bereitet man sich beim Ferienprogramm des Erich-Kästner-Hauses in Erle gebührend vor. „Wir basteln Kürbislaternen, und aus den Innereien backen wir später einen Kürbiskuchen“, sagt Nicole Vorstheim vom städtischen Jugendzentrum. Bei den kleinen Laternen hatten die Bastler viel Gestaltungsfreiheit. „Die Kinder durften selbst entscheiden, wie die aussehen sollen.“

Böse Geister verscheuchen

Der Kürbis von Tatjana (13) hat ein breites Lachen im Gesicht. „Die müssen ja nicht immer böse sein“, findet Ilayda (10). Ihr eigener Kürbis lacht dennoch nicht. „Der sollte ein bisschen gruselig sein. Es ist doch Halloween.“ Den Sinn der leuchtenden Wächter kennen beide Mädchen. „Die sollen böse Geister verscheuchen“, so Tatjana, die ihre Laterne vor die Haustür stellen will. Im Gegensatz zu Ilayda. Die holt sich den Schutz vor den Hexen und Horrorgestalten gleich ins Zimmer. Ob das notwendig ist, darüber herrscht bei den beiden keine Einigkeit. „Ich glaube nicht, dass in der Halloween-Nacht Geister ihr Unwesen treiben“, sagt Tatjana. „Ich glaube schon“, entgegnet Ilayda. „Vielleicht erschrecken die sich, wenn sie die Kürbislaterne sehen und gehen dann woanders hin.“

Wie die meisten hier freuen sich auch die beiden Mädchen auf den Tag. „Halloween ist mein Lieblings-Fest“, sagt Ilayda. „Das ist besser als Karneval und Weihnachten. Da kann man sich verkleiden – ich gehe als Vampir. Letztes Jahr war ich eine Hexe.“ Und die junge Dame hat ein strammes Programm vor sich. „Bei uns an der Straße erschrecken wir die Leute. Ohne einen Streich gibt es keine Süßigkeiten.“ Dumm nur, wenn jemand zurück kartet. „Einmal hat jemand uns vom Balkon aus mit Schleim beworfen. Das war ekelig. Ein anderes Mal hat eine Frau eiskaltes Wasser über uns ausgeschüttet.“

Aus dem Kürbis wird eine Laterne

Hier im Raum sind sie sich einig: Der Brauch, der im englischsprachigen Raum schon lange praktiziert wird und zurückgeht auf das christliche Fest Allerheiligen, läuft den althergebrachten Feiertagen den Rang ab. Auch für Manuel (10) steigt die Spannung. Kaum kann er es mehr erwarten. „Weil man sich verkleiden kann.“ Dass das auch an Karneval geht, beeindruckt ihn wenig. „Das ist auch okay. Aber an Halloween sind auch die Häuser gruselig geschmückt. Das ist toll.“ Dann schnitzt er weiter an seiner Kürbislaterne. Die mache er jedes Jahr, das sei ganz einfach.

„Erst habe ich oben einen Deckel ausgeschnitten, dann den Kürbis ausgehöhlt. Jetzt schnitze ich die Augen und den Mund hinein.“ Schnell noch wir der Name drauf geschrieben, dann darf sich das kleine Kunstwerk einreihen in die Gruppe der Laternen, die schon fertig auf der Fensterbank steht und später mitgenommen werden kann.

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