Verkehr

Karl Henke testet den neuen Radweg in der buerschen City

Allein unter Pkw-Fahrern fühlte sich der Grünen-Politiker Karl Henke bei seinem Selbstversuch auf der De-la-Chevallerie-Straße.

Allein unter Pkw-Fahrern fühlte sich der Grünen-Politiker Karl Henke bei seinem Selbstversuch auf der De-la-Chevallerie-Straße.

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Buer.  Grünen-Politiker kritisiert die Verkehrsführung. Er hält den poppig angemalten Streifen auf der De-la-Chevallerie-Straße nicht für ungefährlich.

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Nach einem ersten Selbstversuch nimmt Karl Henke von den Grünen Stellung zum neuen Schutzstreifen. „Da prangt er, im schönsten Blau des S04, der Schutzstreifen. Die Betonung sollte auf der ersten Silbe liegen, zum Schutze der Radlerinnen und Radler auf der buerschen Durchgangsstraße. Das Blau werte ich mal als ein Zeugnis der Vielseitigkeit unseres Referates „Verkehr“. Mal rot, mal blau – die Streifen machen die Stadt bunter. So weit, so gut!

Sofort habe ich mich mit meinem Tourenrad auf die Strecke begeben. Die De-la-Chevallerie-Straße rauf bis zur Goldbergstraße und wieder runter bis zur Westerholter Straße. Einige Male. Ich muss zugeben, dass für einen Zweiradfahrer alleine der Streifen gut zu befahren ist. Es war weit und breit sonst niemand mit dem Rad unterwegs.

Ohne Kennzeichnung in der Mitte

Nun besteht aber eine Straße, die ohne Kennzeichnung in der Mitte so breit ist, dass nach offizieller Leseart, zwei Pkw nebeneinander fahren können. Und da beginnt das Problem. Ich bin bewusst in der Mitte des Schutzstreifens geradelt und musste mir sofort aus einem geöffneten Fenster anhören, ich solle doch weiter am Straßenrand fahren. Aber es kommt noch besser.

Einige Fahrer übten bewusst, wie eng komme ich an diesem radelnden Störenfried vorbei. Und das war einige Male verdammt eng. Die Nutzer von Automobilen scheinen ein Anspruchsdenken zu haben, welches an Unverschämtheit grenzt. Das war bisher unsere Straße und so soll es bleiben. Andere Verkehrsteilnehmer werden nicht geduldet.

Zwang zu engen Fahrten

Diese Art von Zweispurigkeit zwingt selbst rücksichtsvolle Automobilisten zu engem Fahren – und das dient nicht dem Schutz. Weder dem Schutz von Zweirädern noch dem von vierrädrigen Vehikeln. Ich habe keinen Lkw und keinen Bus erlebt, aber meine Fantasie sagt mir, dass es dann noch heikler wird.

Ich will das Kind nicht mit dem Bade ausschütten, einiges wird sich wohl hoffentlich einspielen. Eins scheint mir aber sicher: Ein breiterer Radweg und eine einspurige De-la-Chevallerie-Straße würden alle Verkehrsteilnehmer zu einem sicheren Verkehrsfluss führen.“

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