Hubschraubereinsatz

H145 – das fliegende Auge der Gelsenkirchener Polizei

Ein Bild des Polizeihubschraubers H145 im Einsatz.

Ein Bild des Polizeihubschraubers H145 im Einsatz.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.  Der Gelsenkirchener Polizei ist es dank Hubschraubereinsatz gelungen, zwei Räuber festzunehmen. Wie das mit der Unterstützung aus der Luft läuft.

H 145 hinter diesen technischen Kürzeln verbirgt sich das fliegende Auge der Polizei. „Der Alarmhubschrauber unterstützt die Polizeikräfte vor Ort beim Aufklären, Fahnden und Retten“, sagt Polizeisprecherin Nadine Perske vom zuständigen Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste in Duisburg.

Hummel am Himmel

Die Hummel, wie der Himmelsbrummer im Polizeijargon auch genannt wird, ist es beispielsweise zu verdanken, dass die Gelsenkirchener Polizei am Wochenende zwei jugendliche Räuber dingfest machen konnte - sie waren nach ihrem Beutezug in Scholven in einen Wald geflüchtet und aus der Luft geortet worden. Das Duo hatte versucht, einem Mann (47) das Handy zu rauben. Sie schlugen ihn mit einem Teleskopstange.

Die sechs Hubschrauber mit ihren rund zweitausend PS Turbinenleistung sind mit Wärmebildkameras und hochauflösenden Videobildsystemen, Hochleistungsscheinwerfern und einem so genannten Fast-Roping-System.

Damit können Spezialkräfte sich schnell aus der Luft abseilen. „Ihre Besatzung besteht aus zwei Piloten und einem Operator“, so Perske weiter. Die Piloten steuern nicht nur den Hubschrauber, sie bedienen sowohl den Flug- als auch den Polizeifunk. Aufgabe des Operators ist es, Foto- und Videoaufnahmen zu fertigen oder auch die Wärmebildkamera zu bedienen.

Polizeihubschrauberstaffel fliegt über 2000 Einsätze im Jahr

Die Hubschrauberstaffel der NRW-Polizei fliegt durchschnittlich über 2000 Einsätze im Jahr. Vor allem bei Vermisstensuchen und Fahndungseinsätzen. Stationiert ist die NRW-Fliegerstaffel an den Flughäfen Düsseldorf und Dortmund − mit einer 24-Stunden-Bereitschaft an 365 Tagen im Jahr. Von ihren Basen aus sind die Hubschrauber spätestens in 30 Minuten an jedem Ort im Land. Aus Dortmund beträgt die Flugzeit nach Gelsenkirchen rund zehn Minuten.

Angefordert werden die Helis über den Polizeiführer vor Ort, also im Scholvener Fall, von Gelsenkirchen aus. Die Anfrage läuft von dort aus in der Landesleitstellen ein und wird, je nach Verfügbarkeit der Flieger und nach Abwägen der Notwendigkeit, eingesetzt. Gefahr für Leib und Leben hat Vorrang, ebenso die Verfolgung oder das Suchen von flüchtigen oder vermissten Personen.

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