Verkehr

Gute Sicht schützt nicht vor Unfällen

Beim Einbiegen von der Heistraße in die Emil-Zimmermann-Allee kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen.

Foto: Olaf Ziegler

Beim Einbiegen von der Heistraße in die Emil-Zimmermann-Allee kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen. Foto: Olaf Ziegler

Gelsenkirchen-Buer/Erle.   Die Einmündung der Heistraße in die Emil-Zimmermann-Allee erweist sich als problematisch. Verkehrsexperten denken an Reduzierung der Fahrspuren.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Nach der jüngsten Sitzung der Unfallkommission hat die Verwaltung die Entwicklung der Unfallschwerpunkte in einem Bericht zusammengefasst, der jetzt den Bezirksvertretungen zur Beratung vorliegt. Einen breiten Raum nimmt darin die als „Unfallhäufungsstelle“ klassifizierte Einmündung der Heistraße in die Emil-Zimmermann-Allee ein.

Der Einmündungsbereich ist verstärkt in den Blick von Polizei, Verkehrsbehörde, Verkehrswacht und Landesbetrieb Straßen NRW geraten, weil sich dort innerhalb von noch nicht einmal ganz zehn Monaten des Jahres 2016 vier Unfälle beim Einbiegen und Kreuzen ereignet hatten. Unfallursache war jedes Mal das „Nichtbeachten der Vorfahrt“. Auffällig: Bei den Unfällen waren Radfahrer, die den Radweg der Emil-Zimmermann-Allee benutzt hatten, übersehen und angefahren worden. Und das, obwohl die Einmündung nach Einschätzung der Verkehrsexperten keine Besonderheiten aufweist und die Sicht ausreichend ist.

Vielfach wird das Stop-Schild missachtet

Zwar konnte die Zahl der Unfälle nach einer Fahrstreifenmarkierung der Linksabbiegespur und der Erneuerung und Roteinfärbung der Radfurten gesenkt werden, doch stellte sich bei einem Ortstermin heraus, dass Verkehrsteilnehmer bei Lücken im Verkehr die Heistraße mit höheren Geschwindigkeiten verlassen und dann insbesondere nicht auf Fußgänger und Radfahrer aus Richtung Osten achten. Aus diesem Grund wurde dort das Verkehrsschild „Vorfahrt gewähren“ durch das Schild „Halt. Vorfahrt gewähren“ ausgetauscht.

Doch die Kommission stellte an dieser Stelle ein weiteres verkehrsgefährdendes Verhalten fest. Dort wurden mehrere Autofahrer beim Rechtsabbiegen auf die Emil-Zimmermann-Allee dabei beobachtet, dass sie zuvor nicht angehalten hatten. „Dies liegt gegebenenfalls daran, dass sie sich auf den von links kommenden Verkehr konzentriert und deshalb das Stop-Zeichen nicht beachtet haben“, stellt die Unfallkommission in ihrem Bericht fest. Um die Situation zu verdeutlichen, wurde ein weiteres Verkehrsschild aufgestellt – am linken Rand des Fahrstreifens. Danach wurden im Zeitraum zwischen November 2016 und Oktober 2017 nur zwei weitere Unfälle registriert. Eine weitere Beobachtung bezieht sich auf Radfahrer, die an dieser Stelle den Radweg oft in falscher Fahrtrichtung benutzen.

Anlage eines Radfahrstreifens

Weitere Sofortmaßnahmen sind mit Blick auf die rückläufige Entwicklung der Unfallzahlen nicht möglich. Es wird aber geprüft, ob durch eine Reduzierung der Fahrspuren und die Anlage eines Radfahrstreifen die Situation dort weiter verbessert werden könnte.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik