Ferienprogramm

Großes Abenteuer mit kleinen Tieren in Gelsenkirchen

Unter der Anleitung von Alex Volmer (l) entsteht ein Hochbeet im Bonni.

Unter der Anleitung von Alex Volmer (l) entsteht ein Hochbeet im Bonni.

Foto: Joachim Kleine-Büning / Funke Foto Services GmbH

Gelsenkirchen-Hassel.  Das Ferienprogramm im Gelsenkirchener Bonni widmet sich dieses Jahr den Insekten. Die Kinder gingen dabei sogar mit Bienen auf Tuchfühlung.

„Wir durften die Bienen streicheln – ganz vorsichtig, mit der flachen Hand.“ Eugene ist noch immer ganz fasziniert von dem, was der Zwölfjährige am Vortag erleben durfte. Da besuchte er mit vielen anderen Kindern im Rahmen des Ferienprogramms im Bonni im Stadtteilzentrum Hassel einen Imker.

„Wir waren an der Theresienkirche. Da leben ganz viele Bienen“, erzählt nun Madison. „Das war richtig schön“, schwärmt auch die Siebenjährige, die ziemlichen Mut bewies. „Manche Kinder hatten Angst. Obwohl sie einen Schutzanzug hatten. Ich nicht. Ich bin ganz nah zu den Bienen gegangen – ohne Schutzanzug.“ Besonders spannend: „Wir haben gesehen, wie Honig geschleudert wird“, sagt Fabian. Natürlich haben die Kinder probieren dürfen. Das Fazit des Zehnjährigen: „Lecker.“ Zumal er zu Hause eigentlich nie Honig esse.

Die Idee zum Hochbeet entstand im vergangenen Jahr

Unter dem Motto „Schmetterlinge, Bienchen und Co.“ lernen Kinder in diesen Tagen die kleinen tierischen Mitbewohner im Stadtteil besser kennen. Ein Thema, das zwar in aller Munde ist, aber im Bonni schon lange geplant war, erklärt Gudrun Leh vom Bonni. „Wir hatten über das Projekt Kohle für Kohle einen Förderantrag gestellt für den Bau eines bienenfreundlichen Hochbeetes. Das Thema hatten wir also ohnehin geplant. Darauf gebracht hat uns eine Teilnehmerin des Ferienprogramms im vergangenen Jahr. Die hat sich gewünscht, mehr über Bienen und Schmetterlinge zu erfahren.“ Schade nur, dass eben diese junge Dame nun gar nicht dabei sein kann.

Dafür haben die anderen viel gelernt. „Wir haben darüber geredet, wo die Bienchen und Hummeln leben“, sagt Gudrun Leh und lässt die Kinder vorführen, was daraus entstand: viele kleine, kindgerechte Insektenhotels, ganz einfach gebastelt aus einem Hartholz-Klotz mit unterschiedlich großen Löchern drin. Das Hotel durften die Kinder natürlich anmalen. „Man kann die im Rohzustand kaufen. Das ist aber nicht so gut, weil die Farbe die Tiere besonders anzieht. Ich habe zu Hause auch welche. Das geht ganz schnell, dass die bezogen werden.“ Manchmal dauere das nur zwei, drei Tage, so die neue Fachfrau.

Spiel und Spaß kamen nicht zu kurz

Natürlich standen auch Spiel und Spaß auf dem Programm. So bastelten sich die Kinder „Summ-Bienen“. Ein tolles Spielzeug, findet Kian. Wenn auch von anno dazumal. „Wir haben eine Kordel genommen und eine Biene aus Pappe ausgeschnitten. Dann kam unten eine Wäscheklammer dran und auf jeder Seite der Biene eine Halbkugel aus Styropor. Darüber spannt man einen lang gezogenen Luftballon“, erklärt der junge Mann. Dann führt er den Effekt vor: Er schwingt die Biene an der Kordel im Kreis durch die Luft – und das Papp-Tierchen summt und summt.

Greifbar nachhaltig wird das Ferienprogramm, weil das Hochbeet, welches die Kinder bauen und bepflanzen, künftig Speisetafel sein soll für Wildbienen. Ende der Woche soll das neue Beet fertig sein und Blumen beinhalten. Damit die Kinder zum Abschluss des Ferienprogramms die neuen Gäste des Stadtteilzentrums begrüßen können.

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