Lokalgeschichte

Gelsenkirchen: Heimatabend mit Lied der Heinze-Frauen

„Keiner schiebt uns weg“: Das Lied der Heinze-Frauen im Arbeitskampf sangen Norbert Labatzki, Isabel Kurowski, Zeitzeugin Gisela Majewski und der Bochumer Schauspieler Michael Kamp (v.l.).

„Keiner schiebt uns weg“: Das Lied der Heinze-Frauen im Arbeitskampf sangen Norbert Labatzki, Isabel Kurowski, Zeitzeugin Gisela Majewski und der Bochumer Schauspieler Michael Kamp (v.l.).

Foto: Foto: Kurowski

Erle.  Eine literarisch-musikalische Annäherung an Gelsenkirchen erlebten jetzt 120 Besucher: Autor Hubert Kurowski entführte in die Lokalgeschichte.

Einen Heimatabend der literarisch-musikalischen Art erlebten am Freitag 120 Gäste im Saal an der Erler Dreifaltigkeitskirche: Initiator und Moderator Hubert Kurowski und seine Frau Isabel hatten sich dazu Verstärkung nicht nur von Musik-Lokalmatador Norbert Labatzki geholt, sondern auch von dem renommierten Bochumer Schauspieler Michael Kamp. Das Ergebnis war eine äußerst kurzweilige Annäherung an Gelsenkirchen und das Ruhrgebiet.

Thematisch vollzogen die Akteure einen großen Bogen: Bebildert mit historischen Fotos, erinnerten sie an die Ankunft von Masuren am Gelsenkirchener Hauptbahnhof um 1900 und der ersten Gastarbeiter in den 1960er-Jahren sowie an den Wandel der Emscher vom Abwasserkanal zum sauberen Gewässer. Sie spürten dem Treffpunkt „anne Bude“ nach und blickten zurück auf unbeschwerte Momente im Freibad Grimberg oder an der „Ruhrgebietsriviera“ am Rhein-Herne-Kanal.

Emotionaler Höhepunkt: Lied der Heinze-Frauen

Einer der emotionalen Höhepunkte dürfte freilich gewesen sein, als die Akteure das Lied der Heinze-Frauen „Keiner schiebt uns weg“ sangen. Mit dabei: Gisela Majewski (85), die als Zeitzeugin vor Ort war und einst das Engagement der Frauen um gleichen Lohn für alle wesentlich unterstützt hatte. Nicht zuletzt berührte auch Pfarrer Ingo Mattauch von der Schalker St.-Josefs Kirche die Anwesenden mit seinen Ausführungen zum Zusammenhang von Fußball und Religion. So ging der Abend blau-weiß zu Ende.

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