Busbahnhof-Umbau

Fläche halbiert: Blind-Date-Zukunft in Gelsenkirchen offen

Topact beim letzten „Blind-Date“Festival“ im Goldbergpark war Axel Prahl und sein Inselorchester. Ob und wann die Fläche erneut mit „Rock am Taubenhaus“ bespielt wird, ist völlig unklar.

Topact beim letzten „Blind-Date“Festival“ im Goldbergpark war Axel Prahl und sein Inselorchester. Ob und wann die Fläche erneut mit „Rock am Taubenhaus“ bespielt wird, ist völlig unklar.

Foto: Thomas Schmidtke / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen-Buer.  Ob das Blind-Date-Festival im Goldbergpark in Buer noch eine Zukunft hat, ist völlig offen. Nach dem Busbahnhof-Umbau ist die Fläche halbiert.

Drei Jahre ist das letzte „Blind-Date-Festival“ im Goldbergpark her, das sich auch unter dem Namen „Rock am Taubenhaus“ in der lokalen Musikszene etabliert hatte. Dann begannen die Bauarbeiten am Busbahnhof Buer – und das war’s vorerst mit dem beliebten Veranstaltungsformat. Fest steht, dass es auch in diesem Jahr ausfällt. Und 2020? „Beschlossen ist noch nichts“, erklärte Oberbürgermeister Frank Baranowski bei der Vorstellung des Lichtkunst-Festivals „Goldstücke“, das vom 2. bis 6. Oktober im Goldbergpark stattfindet. Problem ist, dass sich die zur Verfügung stehende Fläche durch den ZOB-Umbau verkleinert hat.

Denn der alte Goldbergpark hatte eine Größe von etwa 16.600 Quadratmetern, so Stadtsprecher Oliver Schäfer auf WAZ-Anfrage; nach dem Umbau des Busbahnhofs misst das Gelände nur noch 8200 Quadratmeter.

Sparkassen-Chef Lukas: „Der Top ist nicht unendlich“

„Die Umsetzung der Veranstaltung ist nicht einfacher geworden“, räumte Bernhard Lukas, Vorsitzender der Sparkasse Gelsenkirchen, ein, die das Festival in der Vergangenheit finanziell kräftig als Sponsor unterstützt hatte. „Wir müssen gemeinsam schauen, welche Möglichkeiten sich für das nächste Jahr eröffnen, ob das Musikfestival überhaupt hier durchgeführt werden kann und ob das in der bisherigen Größendimension funktioniert“, mochte auch der OB noch nichts Konkretes zusagen. Nur so viel: „Die Überlegungen stehen noch ganz am Anfang“, so Lukas.

Berücksichtigt werden müsse, dass „Rock am Taubenhaus“ bezahlbar bleiben müsse. „Der Topf für dieses ,Blind Date’ ist nicht unendlich“, sagte Baranowski. Ob das Lichtkunst-Spektakel vom 2. bis 6. Oktober das Musikfestival künftig ersetzen soll, dazu mochte sich keiner der beiden definitiv äußern, weil es zu früh sei, dazu Angaben zu machen. „Grundgedanke der ,Goldstücke’ war es, ein neues Stück Kunst nach Buer zu bringen“, betonte der OB, während Lukas klarstellte: „Wir wollten mal etwas anderes machen als eine Musikveranstaltung. Dass Buer ,Rock am Dom’ und ,Cityfest’ kann, hat der Stadtteil erst gerade gezeigt.“

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