Geschichte

Fernab vom Ortszentrum baute Buer eine Volksschule

Die Ludgeri-Schule stand im Mittelpunkt einer Denkmal-Führung.

Die Ludgeri-Schule stand im Mittelpunkt einer Denkmal-Führung.

Foto: Michael Korte

Buer.   Am Tag des offenen Denkmals informierten sich Besucher über die Geschichte der Ludgeri-Schule am Brößweg.

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Die neue Kirche St. Ludgerus befand sich noch im Bau, da wurden um 1914 für das neue Wohngebiet fernab von der buerschen Ortsmitte im Schatten der Fördertürme der Zeche Hugo schon erste Pläne für eine Volksschule geschmiedet. Doch es sollte noch bis August 1923 dauern, bis Schülerinnen und Schüler die Ludgeri-Schule am Brößweg für sich eroberten.

Diese und weitere Details zur Schulgeschichte erfuhren die Teilnehmer eines Rundgangs aus berufenem Mund. Lutz Heidemann, Bauhistoriker und ehemaliger Stadtplaner, führte am Sonntag interessierte Besucher über den Schulhof, um auf die architektonischen Besonderheiten dieses Gebäude-Ensembles aufmerksam zu machen.

Zugang mit Eingangsloggia und geschweifter Haube

Ins Auge fallen der hufeisenförmige Grundriss und der Zugang mit Eingangsloggia und geschweifter Haube im rechten Winkel, wo Längs- und Quergebäude aufeinandertreffen. Das Gebäude bot Platz für 18 Klassen, innenliegende Toiletten und eine Turnhalle. Schon damals wurden im Keller- bzw. Sockelgeschoss drei Räume für einen Kindergarten, für eine Schulbücherei und einen Kinderhort freigehalten.

Mittelpunkt des nach Süden ausgerichteten Schulhofes ist der Brunnen mit der Ludgerus-Figur auf einem Podest. Als Wasserspender diente früher eine Gans aus Bronze.

Das Ende der Nutzung als Schule deutete sich 1988 an, als der Rat beschloss, die Hauptschule Brößweg bis 1993 auslaufen zu lassen. Nach der Aufgabe als Hauptschule zogen dort Berufsschüler ein, 1998 wurde die städtische Kindertagesstätte Brößweg eingerichtet. Zudem bietet das Gebäude ein Dach für zahlreiche Vereine. So hat dort der Deutsch-Türkische Freundschaftsverein seinen Sitz ebenso die Kaninchenzüchter vom Verein W 97.

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