Stadtteil-Fest

Erstes Maifest wird auf dem neuen Markt in Hassel gefeiert

Viele Nationalitäten trafen sich auf dem Hasseler Marktplatz. Die Frauen des Vereins „Jugend in Arbeit“ stellten Selbstgebasteltes aus.

Viele Nationalitäten trafen sich auf dem Hasseler Marktplatz. Die Frauen des Vereins „Jugend in Arbeit“ stellten Selbstgebasteltes aus.

Foto: Heinrich Jung

Unternehmer aus Gelsenkirchen-Hassel luden auf den Marktplatz ein. Für die nächsten Male hofft man auf noch mehr Menschen, die mitmachen möchten.

„Das Fest ist ein schöner Anfang“, sagt Bezirksbürgermeister Thomas Klasmann. Damit lobt er die Initiative des Unternehmernetzwerkes in Hassel und spricht zugleich aus, was viele Gäste meinen: „Da ist noch Luft nach oben.“

Birgit Mordhorst vom Netzwerk beschreibt die Idee: „Wir wollen versuchen, den Markt in den Fokus der Menschen zu rücken. Gerne hätten wir unser Fest mit dem regulären Markt verbunden, das aber wurde von den Händlern noch nicht so angenommen. Uns geht es darum, Unternehmen und Initiativen aus Hassel eine Plattform zu bieten, auf der man sich zwanglos begegnen kann.“

Viele Nationalitäten sind neugierig

Ein Angebot, das immerhin einige wahrgenommen haben. Aktuell sind elf Stände aufgebaut, an denen sich die Gäste informieren können oder auch eine Kleinigkeit einkaufen können – vom Hasseler Honig bis zur Nuss-Mischung. Gekommen sind keine Besuchermassen, aber dennoch etliche Menschen aus dem Ortsteil.

„Es ist schön, dass das Publikum so gemischt ist, viele Nationalitäten vertreten sind“, findet Birgit Mordhorst. „Das vermisse ich woanders oft.“Es gibt nicht so viele Sitzgelegenheiten, sie alle aber sind besetzt. Auf einer Bank am Rande des Marktes rastet eine Besucherin. Sie ist etwas enttäuscht und verbindet dies mit einer Anregung für das nächste Fest: „Ich vermisse einen Getränkestand und einen Grill. Die Geselligkeit fehlt dadurch. Ich habe extra heute kein Mittagessen gekocht, weil ich dachte, hier gibt es etwas.“

Musik ist erwünscht

Satt könnten sich hier und heute eher die lieben Vierbeiner fressen. Das Geschäft „Lico Nature“ ist vertreten durch dessen Mitarbeiterin Anika Krätschner. „Ich finde das Fest sehr schön und familiär – auch wenn es noch etwas überschaubar ist. Vielleicht können beim nächsten Mal mehr Händler aus Hassel gewonnen werden. Und ein bisschen Musik wäre schön. Aber der Anfang ist gemacht.“

So sieht es auch Kristin Henneke, Erzieherin in der Kita St. Pius, die heute mit der Kita St. Theresia ein Bastelprogramm für Kinder anbietet. Mit Erfolg: „Das kommt sehr gut an. Alle Kinder, die hier waren, waren begeistert“, erzählt die junge Frau und zeigt einen Sonnenschutz aus Pappe und bunte Schmetterlinge, die man in Blumentöpfe stecken kann. Beides kann man hier basteln.

Westerholter schauen vorbei

Während von der einen Seite her die Kinder aus der Kita Gustavstraße ankommen und sich bereit machen, gleich für die Gäste zu singen und zu tanzen, biegt aus der anderen Richtung Werner Schnieders auf seinem Rad auf den Platz ein. Das Mitglied der Westerholter Werbegemeinschaft steht im Austausch mit den Hasseler Unternehmern. „Wir wollen uns austauschen, das schadet doch nie.“

Vom Maifest ist er angetan: „Ich bin ein Verfechter von kleineren Veranstaltungen. Die finde ich gut als Ergänzung zu großen Festen.“Derweil ist Bezirksbürgermeister Klasmann schon wieder im Gespräch mit „seinen“ Hasselern, entwickelt Ideen, was man noch machen könnte auf dem frisch sanierten Marktplatz. „Einen Blumenmarkt vielleicht oder einen Gourmetmarkt.“ Mit letzterem erntet er ein paar Lacher. Doch er ist sicher: „Mit dem Angebot kämen auch die Besucher her.“

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