Theaterstück

Eine „Bombe“ rettete das Leben der Bergleute

Die Dahlbuschbombe rettete seit ihrer Erfindung im Jahr 1955 zahlreichen Bergleuten das Leben. Die Geschichte dieser Erfindung bringen Schüler der Raphael-Schule jetzt auf die Bühne.

Die Dahlbuschbombe rettete seit ihrer Erfindung im Jahr 1955 zahlreichen Bergleuten das Leben. Die Geschichte dieser Erfindung bringen Schüler der Raphael-Schule jetzt auf die Bühne.

Foto: ANB

Gelsenkirchen-Resser Mark.   Schüler der Raphael-Schule erzählen in einem Theaterstück von einer Erfindung, die 1955 beim Unglück auf der Zeche Dahlbusch zum Einsatz kam.

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Das ganze Ruhrgebiet spricht 2018 über den Ausstieg aus der Kohle. Auf den großen Bühnen wird das Thema dargestellt und diskutiert – ob auf den Brettern, die die Welt bedeuten oder auf der politischen Bühne. Aber auch auf ganz kleinen Bühnen nimmt man sich des Themas intensiv an: So wird in der Raphael-Schule an ein Ereignis erinnert, das vor 63 Jahren Deutschland in Atem hielt.

Die Erfindung der Dahlbuschbombe, einer Stahlkapsel mit einem Durchmesser von noch nicht einmal 40 Zentimetern, rettete 1955 das Leben von drei Bergleuten, die in einem eingestürzten Blindschacht der Zeche Dahlbusch in Rotthausen eingeschlossen waren. Dieses Thema hat Regisseur Dirk Pattberg zu einem Theaterstück verdichtet, das jetzt von Lehrer Volker Weischenberg und seiner achten Klasse inszeniert wird.

In Rotthausen, in China und in Chile

Das Unglück auf Zeche Dahlbusch ist etwas in Vergessenheit geraten. Erst die Erfindung einer bombenähnlichen Rettungskapsel brachte Hoffnung und schließlich die Rettung der drei Männer. Diese Dahlbuschbombe hat seitdem hunderten Kumpels das Leben weltweit gerettet – ob in Lengede, in China oder in Chile. Gelsenkirchen darf also stolz auf seine fähigen Ingenieure sein, die dieses und andere Wunder vollbrachten.

„Die Raphael-Schule ist eine Förderschule mit den Schwerpunkten Lernen, Soziale und Emotionale Entwicklung. So ist es kein Wunder, dass wir uns dieses emotional sehr bewegende Thema gewählt haben, und den Kindern diese hoffnungsvolle Geschichte nahebringen wollen.“, erklärt Volker Weischenberg, der selbst aus einer Bergarbeiterfamilie stammt.

Klasse bittet um Unterstützung

Das Schauspiel der achten Klasse gehört zum Lehrplan an allen Waldorfschulen, aber dieses Mal ist es schon etwas Besonderes. Dazu der Theaterpädagoge: „Es ist sehr wichtig, den Heranwachsenden Orientierung und Halt zu geben. Die Verbundenheit der Menschen damals, der Kumpel, ihrer Familien und der beteiligten Techniker erlebbar zu machen, kann dazu beitragen. So soll der verantwortliche Ingenieur Au, später auf die Frage, warum er denn die Bombe nicht zum Patent angemeldet hätte, gesagt haben: Ach was, Hauptsache, die Kerls kommen raus!“

Im Augenblick laufen die Proben für „Die Dahlbuschbombe“ mit den jungen Schauspielern an. Für die Realisierung des Projektes sind Hilfen und Zuwendungen jeder Art willkommen: Sei es durch Spenden, durch das Ausleihen von Kostümen oder Requisiten, oder durch Anmerkungen, Hinweise und Fakten zum Geschehen im Mai 1955.

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