Erkundungstouren und Führungen

Einblicke an 16 Orten zum Tag des Denkmals in Gelsenkirchen

Eine besondere Kirche: Innen-Ansicht aus St. Michael in Gelsenkirchen-Hassel. l

Eine besondere Kirche: Innen-Ansicht aus St. Michael in Gelsenkirchen-Hassel. l

Foto: Olaf Ziegler / Funke Foto Services GmbH

Gelsenkirchen.  Vom Park zur Zeche, von der Kita zur Kirche, vom Rathaus bis zur Kampfbahn Glückauf: Das Angebot an Denkmälern und Führungen ist Sonntag groß.

Der „Tag des offenen Denkmals“ hat auch in Gelsenkirchen seine Spielorte. Tiefere Einblicke werden Sonntag an 16 Adressen in der Stadt ermöglicht – Führungen, historische Informationen, Schnurren und auch Aktionen inklusive. Der Überblick von Nord nach Süd:

Bergmannsglück

So kann am Sonntag, 8. September, ab 11 bis 15 Uhr das einstige Fördermaschinenhaus der Zeche Bergmannsglück, Bergmannsglück-Straße 13, besichtigt werden. Und von 10 bis 18 Uhr steht Schacht 2 der Zeche Hugo, Brößweg 34, neugierigen Besuchern offen. Klaus Herzmanatus bietet Führungen an.

Rathaus Buer

Geöffnet ist auch der Kindergarten an der Niefeldstraße. Das Gebäude wurde 1912 als Kleinkinderschule erbaut. Besucher sind von 12 bis 16 Uhr willkommen. Wer von 10 bis 17 Uhr ins buersche Rathaus an der Goldbergstraße kommt, darf sich auf eine Rundfahrt mit dem Paternoster freuen.

Zechen-Torhäuser

Die ehemaligen Torhäuser der Zeche Westerholt in der Egonstraße 10 und 12 von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden, um 10 und um 13 Uhr stehen dort Führungen an.

Nordsternturm

Der Nordsternturm, Nordsternplatz 1, bietet mit seiner Besucherterrasse zu Füßen der Herkules-Figur des Künstlers Markus Lüpertz einen tollen Rundumblick. Der Eintritt zur Terrasse sowie für die Ausstellung „Wandel is immer“ im Nordsternturm sind an diesem Tag frei. Um 15 Uhr wird eine ebenfalls kostenlose Führung angeboten.

Kunst-Radttour

Die Radtour zur Stadt-Kunst des Kunstmuseums Gelsenkirchen erläutert die Kunstwerke im öffentlichen Raum in Horst. Treffpunkt: 15 Uhr am Torbogen des Eingangs zu Schloss Horst an der Turfstraße. Ein verkehrssicheres Rad ist Voraussetzung für die Teilnahme.

St. Ludgerus-Kirche

Die St.-Ludgerus-Kirche, Horster Straße 122, von 1915 verfügt als einzige Kirche in Gelsenkirchen noch über historische Kirchenfenster aus der Entstehungszeit: 17 Fenster des Künstlers Franz Xaver Reuter haben den Zweiten Weltkrieg fast unbeschadet überstanden. Ab 12 Uhr kann die Kirche besichtigt werden.

Kirche St. Michael

1915 bis 1917 wurde die Kirche St. Michael, Sankt-Michael-Straße 4, in Hassel errichtet. Im Turm ist das mechanische Uhrwerk aus dem Jahr 1921 ebenso erhalten, wie die Glockenanlage aus dem Jahr 1923. Die Führung um 17 Uhr von Rolf Schäfer, Beiratsmitglied des Fördervereins, wird die Themen Geschichte, Architektur und Ausgestaltung der Kirche näherbringen.

Siedlungs-Visite

Das Denkmal-Schwerpunktthema in diesem Jahr lautet: „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“. Ausgelöst wurde das durch das Jubiläum 100 Jahre Bauhaus im Westen. Das nimmt der frühere Stadtplaner Lutz Heidemann zum Anlass, eine persönliche Führung durch die Genossenschaftssiedlung Spinnstuhl in Hassel anzubieten. Treffpunkt um 11 Uhr ist vor der Hausgruppe Spinnstuhl 2-6. Es werden die „avantgardistischen“ Stilelemente der Siedlung vorgestellt und Hinweise zu dem Architekten Josef Rings gegeben. Als „Kontrast-Programm“, so Heidemann, werde dann gemeinsam die benachbarte Siedlung „Am Schlagbaum“ besucht.

Kampfbahn Glückauf

Die Glückauf-Kampfbahn in Gelsenkirchen-Schalke stellt Oliver Kruschinski um 14.30 Uhr unter der Überschrift „Historie und Zukunft“ vor. Der Treffpunkt ist am Ernst-Kuzorra-Platz, dem ehemaligen Haupteingang der Kampfbahn.

Bahnwerk Bismarck

Die Historische Eisenbahn Gelsenkirchen e.V. lädt am Denkmaltag zum Bahnbetriebswerk Bismarck an der Grimbergstraße 18 ein. Im Außenbereich sind von 10 bis 17 Uhr verschiedene Waggons und Loks unterschiedlicher Epochen ausgestellt. Aufgrund von Instandsetzungsarbeiten am Bauwerk muss die Halle l geschlossen bleiben. Dafür werden nach Bedarf Führungen und Führerstandmitfahrten auf einer Diesellok angeboten. Das Team des Blauweißen Partywaggon am Bahnbetriebswerk bietet Gegrilltes und Getränke.

Christuskirche

Die Ausstellung „Moderne Zeiten, Gelsenkirchen-Bismarck in den Zwanzigern“ zeigt die Evangelische Christuskirche am Trienenkamp 46 im Kirchcafé im Art-Déco-Stil und Nostalgie-Fotostudio. Geöffnet: 11 bis 18 Uhr, 15.30 Uhr Führung mit Kirchturmbesteigung.

Zeche Consolidation

Die Mitarbeiter der Industriedenkmalstiftung NRW bieten von 13 bis 18 Uhr stündlich Führungen über das Gelände der Zeche Consolidation, Schacht 9 (Bismarckstraße, Ecke Klarastraße) an. Zudem gibt es Vorführungen der Dampfmaschine im südlichen Maschinenhaus.

Stadtparkführung

„Grotten und Brezelwege“ präsentiert um 10 und 14 Uhr Heimatforscher Hans-Joachim Koenen anhand von historischen Bildern und des Originals im Stadtgarten. Treffpunkt ist der Eingang am Ende der Robert-Koch-Straße (hinter der Eisenbahnunterführung).

Bleckkirche

Zwischen 12 und 18 Uhr lädt Gelsenkirchens älteste evangelische Kirche, die Bleckkirche zur Besichtigung ein. Um 15 Uhr wird eine 40-minütige Führung zur Geschichte der Bleckkirche an der Zoom Erlebniswelt angeboten – natürlich auch mit Hintergründen zu einem kulturhistorischen Kleinod: dem Grimberger Altar von 1574. Pfarrer Thomas Schöps wird referieren. Der Eintritt für Besuch und Führung ist frei.

Das komplette Programm gibt es hier: tag-des-offenen-denkmals.de.

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