Einzelhandel

Ein klares Bekenntnis zum Standort Buer

Schon von außen sind die Veränderungen sichtbar: Der ganze Eingangsbereich ist neu gestaltet.

Foto: Mengedoht

Schon von außen sind die Veränderungen sichtbar: Der ganze Eingangsbereich ist neu gestaltet. Foto: Mengedoht

Gelsenkirchen-Buer.   Matthias Beckmann investierte in sein Geschäft und bekennt sich damit klar zum Standort Buer. Der sei im Übrigen besser als sein aktueller Ruf.

„Wir glauben an Buer“, sagt Matthias Beckmann, der in diesen Tagen sein Geschäft für Männermoden an der Hochstraße 4 nach umfangreichen Umbaumaßnahmen neu eröffnete. „Dieser Schritt ist ein klares Bekenntnis zum Stadtort Buer.“

Ein notwendiges, wie der Geschäftsmann findet. „Es ist schade, dass im Moment viel Negatives über die Innenstadt gesagt wird.“ Zumal seine persönlichen Erfahrungen als Unternehmer sich damit nicht decken. „Wir sind seit fast 30 Jahren nah am Kunden, haben uns eine Stammkundschaft ausgebaut, die Buer schätzt.“ Und die nehme lange Wege auf sich, zum Teil bis zu 90 Kilometer. „Teilweise kommen unsere Kunden von der holländischen Grenze.“ Und, das mag verwundern, aus der Mode-Stadt Düsseldorf. Matthias Beckmann kennt den Grund: „Alles in einem Laden, das findet man selten.“ Sein Service ist nämlich, den Mann von Kopf bis Fuß einkleiden zu können – inklusive Unterwäsche und Socken. Ein weiteres Plus: „Wir betreuen die Kunden sehr individuell. Viele sind mit den Jahren zu Freunden geworden.“ Und mit denen schaue man zuweilen sogar auf dem Fernseher im Ladenlokal ein Schalke-Spiel an.

Das Angebot wurde vergrößert

Für das 30-jährige Bestehen, das im nächsten Jahr ansteht, wollte Matthias Beckmann sein Geschäft heraus putzen. Dafür wurde kernsaniert – von lokalen Unternehmen, wie er betont. „Wir haben alles geändert, den Eingangsbereich, die Decken, die Beleuchtung.“ Über das Anheben der Decken wurde das Raumgefühl verändert, es gibt viel Platz für Regale und Kleiderstangen. Im hinteren Teil wurde das Ladenlokal baulich vergrößert. „Da haben wir unser Schuh- und Gürtelangebot vergrößert.“ All das wisse die Kundschaft zu schätzen, die übrigens nicht nur fortgeschrittenen Alters sei. Vielmehr setzt „Männermoden Beckmann“ neben den Klassikern vermehrt auch auf junge Mode. „In den letzten zehn Jahren haben wir die Kollektion ausgebaut.“

Die findet der Geschäftsmann auf internationalen Modemessen, die er regelmäßig mit seiner Frau Christine besucht. Sie führt vis-à-vis ein Geschäft für Damenmoden, ist seit 28 Jahren dem Standort treu. „Wir reisen quer durch Europa zu den Messen, von Mailand bis London.“ Die dort getätigten Einkäufe verschaffen, so Matthias Beckmann, seinem Geschäft ein zeitgemäßes, angesagtes Angebot. Das passe ins Umfeld, sagt der Geschäftsmann und kann überraschen: „Im zentralen Ruhrgebiet gibt es keine zweite Stadt, die in Sachen Bekleidung so viele Marken anbietet wie Buer.“ Starke Argumente für den Standort, die eine hoffnungsvolle Perspektive zeichnen für die Zukunft. Nun seien Politik und Verwaltung am Zuge. „Wenn die Markthalle, das Sinn-Leffers-Gebäude und der Schwarze Block konsequent entwickelt würden, wäre es gut für Buer.“

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