Innenstadt

Die Zuschauer im Rathaus spenden Karl Henke Applaus

Nichts Neues erfuhren die Politiker und die interessierte Öffentlichkeit am Donnerstag in Sachen Markthalle von der Verwaltung.

Foto: Martin Möller

Nichts Neues erfuhren die Politiker und die interessierte Öffentlichkeit am Donnerstag in Sachen Markthalle von der Verwaltung. Foto: Martin Möller

Buer.   Diskussion um die Markthalle in der Bezirksvertretung-Nord erhitzt die Gemüter – nicht nur die der Politiker sondern auch die der Besucher

Applaus von den Zuschauern erhält die Politik eher selten. Am Donnerstagabend durfte sich Karl Henke (Bündnis 90/Die Grünen) darüber freuen. Im Saal Cottbus des buerschen Rathauses wurde einmal mehr über die Zukunft der Markthalle diskutiert und auf den Rängen nahmen Besucher regen Anteil. Die Markthalle emotionalisiert.

Allerdings: Fundamental Neues erfuhren weder Politik noch Besucher. Die Verwaltung berichtete lediglich, dass man im Gespräch mit dem Eigentümer Thomas Bernau sei und mit ihm Vertraulichkeit vereinbart habe.

„Mauer-Haltung“

Die Nicht-Auskunft machte Karl Henke, der den Tagesordnungspunkt beantragte hatte, sauer. „Eine Verwaltung hat die Aufgabe, der Politik Auskünfte zu geben“, wetterte er und überlegte laut, ob man gegen diese „Mauer-Haltung“ nicht juristisch vorgehen könne.

Das brachte ihm den Applaus des Publikums ein und den Zuruf: „Warum ist Thomas Bernau nicht eingeladen?“ Da Fragen aus dem Publikum in der Bezirksvertretung nicht zugelassen sind, griffen Andreas Est (CDU) und Bezirksbürgermeister Thomas Klasmann (SPD) den Einwurf auf und stellten die entsprechende Frage an die Verwaltung. „Wir wurden um einen Sachstandsbericht gebeten. Da machte es keinen Sinn, Thomas Bernau einzuladen“, war die Antwort.

Das Thema ließ niemanden kalt. Anne Schürmann (FDP) fand es „beschämend, an welchem Punkt wir angekommen sind“. Und Andreas Est (CDU) verkündete seine Einstellung, dass „nicht Bernau alleine der Bösewicht ist und die Verwaltung einen Heilgenschein verdiene“. Und erklärte: „Die vergammelten Stromkästen stehen noch immer vor der Halle. Warum macht die Stadt ihre Hausaufgaben nicht?“

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