Straßenbau

Die Oemkenstraße in Resse wird im Sommer saniert

Die Oemkenstraße soll zwischen Hertener Straße und Eichenstraße im Sommer saniert werden.

Foto: Olaf Ziegler

Die Oemkenstraße soll zwischen Hertener Straße und Eichenstraße im Sommer saniert werden. Foto: Olaf Ziegler

Erle.   In der Bezirksvertretung Ost stimmt die SPD für die Erneuerung von Fahrbahn, Gehwegen und Beleuchtungsanlage. CDU und Grüne lehnen Vorhaben ab

Die Diskussion über die Notwendigkeit der Sanierung der oberen Oemkenstraße zwischen der Eichenstraße und der Hertener Straße hat zumindest für die Politik ein Ende gefunden: Die Bezirksvertretung Ost sprach sich in ihrer jüngsten Sitzung mit der Mehrheit der SPD-Stimmen für die Erneuerung der Fahrbahn, der Gehwege und der Beleuchtungsanlage aus.

Thorsten Dercar (CDU), dessen Fraktion zusammen mit Wolfgang Küpper (Grüne) gegen die Verwaltungsvorlage gestimmt hatte, richtete noch einmal den Blick auf die Bürgerversammlung, die kürzlich zu diesem Bauvorhaben stattgefunden hatte: „Dort wurde leidenschaftlich diskutiert. Aber es war kein Anwohner darunter, der tatsächlich für eine Sanierung dieses Straßenstücks war.“

Dem Bürgerwillen verpflichtet

Unter diesem Eindruck kam er für seine Fraktion zu dem Schluss: „Wir sind hauptsächlich dem Bürgerwillen verpflichtet und werden deshalb gegen das Vorhaben stimmen.“ Und sein Parteikollege Günther Brückner pflichtete ihm bei: „Die Anwohner der Oemkenstraße sind überrascht über diese Baumaßnahme. Es gibt in Resse Straßen in einem wesentlich schlechteren Zustand.“

Werner Pidun, Sprecher der SPD-Fraktion, zeigte sich überrascht über den Sinneswandel, den er bei der CDU ausgemacht hatte. Er war bislang davon ausgegangen, dass auch die CDU die Sanierung der Oemkenstraße unterstützen würde. Fahrbahn, Gehwege und Beleuchtung zu erneuern, halte er für „eine sinnvolle Maßnahme“. Der Umbau stelle sich mit veranschlagten Kosten in Höhe von 218 000 Euro als vergleichsweise preiswert dar. Würde das Vorhaben auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, machten die bis dahin fortschreitenden Schäden eine grundlegende Sanierung des Straßenabschnitts mit deutlich höheren Kosten als heute notwendig.

Prioritätenliste gefordert

Einigkeit herrschte zumindest in Bezug auf die Forderung nach einer Aufstellung, aus der man die zeitliche Abfolge und den Vorrang derartiger Straßenbaumaßnahmen erkennen kann. „Es ist wichtig, dass wir eine solche Prioritätenliste in die Finger bekommen“, sagte Bezirksbürgermeister Wilfried Heidl (SPD) mit Blick auf die Straßenbauverwaltung und unterstützte damit die Ausführungen von Günther Brückner und Wolfgang Küpper.

Ein Vertreter der Fachverwaltung verwies allerdings auf eine grundsätzliche Schwierigkeit: Die Aussagen einer solchen Liste könnten nicht immer verbindlich sein, weil Straßenbauvorhaben immer auch mit dem Kanalbau und Gas-, Wasser-, Telekommunikations- und anderen Versorgern abgestimmt werden müssten.

Termine mit anderen Bauherren abstimmen

Um alle Arbeiten in einem Projekt abwickeln zu können und daraus Vorteile für alle zu erzielen, sei es häufig notwendig, solche Vorhaben zeitlich zu verschieben. Heidl nannte zwei praktische Beispiele: So sei die Sanierung der maroden und teilweise unbefestigten Ortbeckstraße schon im vergangenen Jahr in die Finanzplanung eingebaut worden. Im Gegensatz zur Viktoriastraße. Sie befinde sich „in einem fast so miesen Zustand“ wie die Ortbeckstraße, sei aber wegen des damit verbundenen Kanalbaus vorerst zurückgestellt worden.

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