Konzertreihe

Die Konzertreihe „Rock on Stage“ in Buer geht weiter

Die Band "Leerik" im „Lokal ohne Namen“ an der Hagenstraße in Gelsenkirchen. Sie spielen in der Reihe „Rock on Stage"“, die an neuem Ort wieder zurück ist.

Die Band "Leerik" im „Lokal ohne Namen“ an der Hagenstraße in Gelsenkirchen. Sie spielen in der Reihe „Rock on Stage"“, die an neuem Ort wieder zurück ist.

Foto: Michael Korte / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen-Buer.  Veranstalter Thomas Dirks bietet wieder Unbekanntes von nah und fern in Gelsenkirchen. Er hofft, dass die Bueraner mögen, was ihm selbst gefällt.

Das Quartett des Abends legt los: „Zwackelmann“, so heißt der erste Titel, den „Leerik“ im „Lokal ohne Namen“ spielen. Gemeint ist tatsächlich der Zauberer aus der Geschichte vom Räumer Hotzenplotz. Der Sound ist groovig, funky – mitreißende Soli inklusive. So jung kann Jazz sein. Vor allem, wenn er solch gelungenes Crossover ist, verschiedene Stile gleichwertig aufnimmt. Ein frisches wie abwechslungsreiches Hörvergnügen mit musikalischem Anspruch.

Applaus und Jubel gleich nach dem ersten Titel bestätigen die Musiker wie auch den Initiator: Thomas Dirks mischt wieder mit in der buerschen Szene. Nach zweijähriger Pause setzt er seine Reihe „Rock on Stage“ fort – an neuer, alter Stelle. „Ich habe die Konzertreihe 2008 ins Leben gerufen. Die ersten beiden Konzerte fanden damals schon hier statt.“ Der Zuspruch jedoch hält sich damals in Grenzen. Die Musik, die Dirks nach Buer bringt, spricht ein Publikum jenseits des Teenageralters an. Ganz anders als zu dieser Zeit das Lokal, das noch als „Fuck“ in aller Munde ist.

Dirks bucht Bands, die er selbst kaum kennt

Die Reihe zieht ins Michaelshaus um. Das aber ist oft zu groß. „Die Bands, die ich hole, die kennen viele Menschen gar nicht. Ich kenne die meistens selbst erst nicht.“ Klingt kurios, ist aber das Konzept des passionierten Hobby-Veranstalters. „Wenn ich im Auto unterwegs bin, höre ich Deutschlandradio Kultur, weil da andere Musik läuft.“ So wird der Bueraner, der selbst Musiker ist, aufmerksam auf neue oder hierzulande unbekannte Formationen. Die schreibe er dann einfach an, erzählt er. Meist würden die sich freuen, in Gelsenkirchen spielen zu dürfen – ab sofort wieder im „Lokal ohne Namen“.

In Wirt Christoph Klug nämlich hat Thomas Dirks einen Mitstreiter gefunden. Einen, der sich auf seine Expertise verlässt. „Ich nehme an, dass er mir freie Hand lässt, weil er weiß, ich buche interessante Bands. Er wird sich sicher des Risikos bewusst sein. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“ Ein Ziel nämlich verbindet beide: „Dass in Buer wieder mehr passiert.“

Erstmals wird es ein Konzert mit Vorband geben

Mit dem Gig von „Leerik“, einem Duo, welches sich für Auftritte Gastmusiker sucht und daher heute mit dem Gelsenkirchener Bassisten Martin Fuhrmann auf der Bühne steht, ist das zweite Konzert von geplanten vieren im Gange. Im November geht es weiter mit der jungen Band „Li Sala“ aus München. „Die machen Rockmusik. Aber laut und nach vorne.“ Auch hier gibt es eine besondere Kennenlerngeschichte: Thomas Dirks liest in der WAZ über eine norwegische Band, hört sogleich online in einen Song rein und ist so begeistert, dass er ein Konzert in Oldenburg besucht. Das aber gefällt ihm gar nicht mehr so gut – abgesehen von der Musik der Vorband. Jene ist damals „Li Sala“. Erstmals gibt es bei diesem Konzert auch eine Vorband. Dann treten „Con Voyeur“ auf, eine junge Band aus Buer.

Im nächsten Jahr soll es weiter gehen mit dem Gastspiel einer holländischen Rock-Band. Auf sie ist Thomas Dirks im Urlaub gestoßen. „Aus terminlichen Gründen wird das in diesem Jahr nichts mehr.“ Zwar hat der Bueraner, der im Hauptberuf Hotelier ist, noch keine anderen Bands im Visier, dass sich das bald ändern könnte, steht aber fest. „Das ist wie ein Virus. Ich habe meine Ohren immer offen für Musik.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben