Karneval

Das erste „Helau“ des Jahres erklingt in Beckhausen

Mit einer Choreografie zu Disney-Titeln eröffnet die Tanzgarde des Karnevalsvereins KC Astoria 1982 die „Verleihung des Narrenspiegels“.

Foto: Olaf Ziegler

Mit einer Choreografie zu Disney-Titeln eröffnet die Tanzgarde des Karnevalsvereins KC Astoria 1982 die „Verleihung des Narrenspiegels“. Foto: Olaf Ziegler

Gelsenkirchen-Beckhausen.   Mit der „Ritterkür“ des KC Astoria in der Liebfrauenschule wurde am Sonntag traditionell der Sitzungskarneval in der Stadt eröffnet

Ob Kanzel oder Bütt, dieser Mann kann beides. „Seine Veranstaltungen sind gut besucht, die von ihm zusammengestellten Programme sprechen für sich. Seine Moderationen sind schon fast legendär“, macht Gerd Schwenzfeier noch ein Geheimnis daraus, wer den „Narrenspiegel 2018“ des KC Astoria verliehen bekommt. Dann lässt er die Katze aus dem Sack: „Propst Markus Pottbäcker“.

Der freut sich sichtlich über die Auszeichnung, auch wenn der Morgen damit stressig war für ihn, er von der Kirche zum Karneval eilen musste. „Ich rieche noch nach Weihrauch. Ich komme gerade aus der Kirche – so wie sie alle“, nimmt er die Jecken mit seinem Humor gleich für sich ein. „Ich freue mich, ein Narr zu sein“, sagt er und bekennt: „Ich brauche den Karneval. Da kann man alles raus lassen, da kann man richtig feiern.“

„Ich freue mich, ein Narr zu sein“

Die fünfte Jahreszeit sei auch für die Kirche wichtig. „Weil man sich da nicht so ernst nimmt. Die katholische Kirche kann ein unheimlich spießiger Verein sein – ich erlebe das jeden Tag.“ Dann erfreut er die Gäste mit einigen humoristischen Anekdoten, dazu einigen Witzen. Er bestätigt, auch in der Bütt ist er in seinem Element.

Zuletzt macht er den Jecken eine besondere Freude. Entgegen sonstiger Gewohnheiten will Markus Pottbäcker den Rosenmontag nicht in Köln verleben, sondern auf der Cranger Straße dabei sein. Das Vorhaben wird mit Applaus und Jubel belohnt.

Horster stellen das Prinzenpaar 2018

Mit der heutigen Verleihung des „Narrenspiegels“ und der Kür des neuen Ehrenritters des KC Astoria beginnt traditionell der Sitzungskarneval in der Stadt. Für die vereinseigenen Akteure ist das die Gelegenheit zu zeigen, was sie können und erarbeitet haben. Zumal der Horster Verein in diesem Jahr die Prinzenpaare stellt.

Die eröffnen die Veranstaltung am späten Vormittag feierlich mit dem ersten „Helau“ des Jahres. Sogleich folgt der Gardetanz der Kinderprinzengarde, eröffnet von den Tollitäten selbst. Während Sirin I. leicht hinein tanzt, erobert Lukas II. die Bühne mit einem Salto aus dem Stand. Dann entfaltet sich die Choreografie zu Disney-Titeln, synchron getanzt und charmant dargeboten, nahezu immer im Takt getanzt mit toller Beinarbeit und gespickt mit akrobatischen Einlagen.

Ausgelassene Stimmung

Im Verlauf zeigen auch die ganz Kleinen was sie können. Die Minigarde beschreibt tänzerisch den Traum eines jeden Mädchens, einmal Prinzessin zu sein. Zu bekannten Melodien tanzen eine Prinzessin, drei Prinzen und unzählige Hofdamen im violetten Dress. Eine reizende und berührende Einlage, welche die Gäste mit Jubel belohnen.

Für solch ausgelassene Stimmung sorgen später auch die „Flying Stars“, die Showtanzgruppe des KC Astoria. Sie widmen sich in dieser Session ganz dem „King Of Pop“, Michael Jackson. Los geht es mit „Beat It“, zu welchem die Truppe tänzerisch einen Bandenkrieg nachahmt, orientiert an der ursprünglichen Choreografie.

„Moonwalk“ bis „Thriller“

Die Show lebt von der Größe der Truppe, die hier in gleichen Kostümen mal synchron tanzt, mal bewusst im Gegenspiel, die mal als Gruppe agiert, dann wieder den Michael Jackson, alias Martin Beisemann, in die Mitte nimmt und tänzerisch in Szene setzt. Dazu gibt es die größten Hits zu hören, wie den „Earth Song“, zu welchem zunächst Michael Jackson solo tanzt mit einem Globus in den Händen.

Dazu gibt es auch den „Moonwalk“ zu sehen. Dann erobern Zombies die Bühne. Und was zunächst unpassend wirken mag ist schon ein Verweis auf das nächste und letzte Stück: „Thriller“. Eine synchrone Choreografie mit Elementen des Videoclips. Das Spektakel endet mit einem Schrei der Tänzer, gefolgt von frenetischem Jubel des Publikums.

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