Musik

Clarissa Danielle geht auf Tuchfühlung mit dem Publikum

Clarissa Danielle

Foto: anb

Clarissa Danielle

Gelsenkirchen-Resse.   Clarissa Danielle brachte sich Gitarrenspiel und Gesang selbst bei. Sie tritt im „African Pub“ in Resse auf und ist auf Youtube präsent

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

„Rose“ heißt die muskalische Begleiterin von Clarissa Danielle. Die 20-jährige Singer/Songschreiberin, in Buer geboren und jetzt in Scholven zu Hause, verlangt ihrer Gitarre viel ab. Nach vorsichtigem Rantasten an die Video-Plattform Youtube beschloss sie 2017, dort das eigene Gitarrenspiel, das sie sich über die Jahre selber beigebracht hatte, einem Internet-Publikum zu präsentieren.

Gesegnet mit einer engelsgleichen Stimme, stellte sich das Singen ohne Gesangsunterricht als kein Problem heraus. Beinahe wöchentlich veröffentlicht sie bewegte Bilder ihrer Song-Kreationen.

Solidarität und Sensibilität

Ihr haben es die Kompositionen des kanadischen Sängers Shawn Mendes angetan, in dessen Stil sie ihre eigenen Popballaden ansiedeln möchte. Inspiriert haben sie auch die amerikanische Rockband „All Time Low“ und die Deutschrocker von „Jennifer Rostock“.

Einmal in der Woche präsentiert sie ihre „Music Mondays“, wenn sie jeden Montag in die Kamera singt und den Beitrag auf Youtube hochlädt. Musikalische Selbstvermarktung anno 2018: Wir können der Künstlerin von der ersten Note an beim Hüpfen aus dem Nest ins Musikbusiness zusehen. Diese Transparenz schafft eine Solidarität und Sensibilität mit dem Publikum.

Talent-Bühne für alle

Ihr liegen aber auch die Auftritte im „African Pub“ in Resse am Herzen. Dort, wo jeden dritten Samstag im Monat eine Talent-Bühne für alle geboten wird, kann sie mit dem Publikum auf Tuchfühlung gehen. Mittlerweile ist Clarissa Danielle auch auf der Foto- und Video-Plattform Instagram unterwegs, wo Nachfrage nach Videos insbesondere aus dem „African Pub“ besteht. So fand sie einen Weg, sich sowohl über digitalen als auch analogen Weg Gehör zu verschaffen.

Trifft sie in den sozialen Netzwerken überwiegend auf Fans in ihrem Alter, so hält es sich im „African Pub“ doch ziemlich die Waage zwischen jüngeren und älteren Semestern. „ Ich möchte in meiner Musik Dinge ansprechen, die mich beschäftigen, und in denen sich andere Menschen meines Alters wiederfinden können, weil sie sich mit ähnlichen Dingen auseinandersetzen.

Ein Generationendialog

Damit will ich aber auch Menschen zeigen, die schon mehr Lebenserfahrung mitbringen, dass auch junge Menschen wichtige Themen ansprechen.“ Ein Generationendialog also.

Die Musik bleibt erst einmal Nebenbeschäftigung. Sie hat als gestaltungstechnische Assistentin das Fachabitur an einem Berufskolleg abgeschlossen, jetzt bemüht sie sich um einen Studienplatz an der Westfälischen Hochschule, am liebsten für Journalismus und Public Relations. So könnte sie weiter in Gelsenkirchen leben, regelmäßig im „African Pub“ auftreten und aus diesem Umfeld heraus ihre Musik-Karriere zu starten. Denn da, sagt sie, fühlt es sich an wie in einer großen Familie.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik