Horster Straße

Busse statt Bahnen in der Baustelle Horster Straße

Will in der Bezirksvertretung Nord heute über das Baustellenmanagemet an der Horster Straße mitdiskutieren: Anwohner Wilhelm Schleweis.

Will in der Bezirksvertretung Nord heute über das Baustellenmanagemet an der Horster Straße mitdiskutieren: Anwohner Wilhelm Schleweis.

Foto: Olaf Ziegler

Gelsenkirchen-Beckhausen.   Anwohner kritisiert, dass die Linie 301 weiter fährt. Das habe zu Verzögerungen bei den Bauarbeiten geführt. Bogestra widerspricht.

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Die Baustelle vor seiner Tür an der Horster Straße 240 nervt auch Wilhelm Schleweis. Anders als zahlreiche andere Anwohner macht er nicht die fehlenden Bauarbeiter für die Verzögerungen beim Umbau verantwortlich. „Die Arbeiter arbeiten gut“, sagt er. Ihn stört die Straßenbahn der Linie 301, die die Baustelle passiert.

„Busse wären meiner Meinung nach wesentlich flexibler und schneller gewesen“. Schleweis vermutet, das Leitungen unter den Schienen bei einem Busverkehr flexibler und schneller hätten verlegt werden können als bei laufendem Straßenbahnverkehr.

Gleisbauarbeiten bei Straßenbahnverkehr

Die Kritik hat vor einigen Monaten bereits Ralf Schüler, Inhaber des benachbarten Rewe-Marktes, geäußert. Bei der Bogestra zählt das Argument nicht. „Busse benötigen ebenso wie Straßenbahnen Platz im Verkehrsraum“, sagt Unternehmenssprecher Christoph Kollmann.

Die Anwohner hätten scheinbar nicht bemerkt, dass auf der Horster Straße auch bei laufendem Straßenbahnverkehr Gleisbauarbeiten ausgeführt werden. Das sei im Bauablauf von Anfang an so vorgesehen. Durch dieses Vorgehen würden, so Kollmann, zwei Dinge gleichzeitig erreicht, zum einen könnten gute Baufortschritte erreicht werden, zum anderen könne der Nahverkehr in der gewohnten Qualität angeboten werden.

Langer Rückstau an der Ampel

Schleweis beruhigt dieses Argument nicht. Im Gegenteil. Er sieht ein weiteres Ärgernis mit der Straßenbahn. Das betrifft die Ampelschaltung an der Ecke Horster Straße Emil-Zimmermann-Allee. Bis zu zehn Minuten müssen Fußgänger, Radfahrer und Pkw vor der Kreuzung stehen und geduldig auf Grün warten.

„Unter Umweltaspekten ist das sicherlich suboptimal“, sagt Schleweis. Und wirklich: Stellt man sich als Fußgänger an die Ampel, wartet man eine gefühlte Ewigkeit auf Grün. Während Rechtsabbieger, die aus Beckhausen kommen und in die Emil-Zimmermann-Allee fahren wollen, drei Grünphasen hintereinander bekommen, bildet sich ein langer Rückstau bei den Geradeaus-Fahrern Richtung Buer. Kommt dann noch eine Straßenbahn, hat sie eine Vorrangschaltung und das Spielchen geht von vorne los.

Bezirksvertretung Nord diskutiert

In der heutigen Sitzung der Bezirksvertretung Nord möchte Wilhelm Schleweis auf die Probleme mit der Baustelle verweisen. Die Mitglieder der Bezirksvertretung Nord diskutieren ab 16 Uhr im Rathaus Buer unter Tagesordnungspunkt 3.1. über das „Baustellenmanagement Horster Straße“. Wilhelm Schleweis hat ein Rederecht als betroffener Anwohner beantragt.

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