Verkehr

Busbahnhof in Gelsenkirchen-Buer immer noch nicht fertig

Noch lange nicht fertig: An den Haltestellen des neuen Busbahnhofes in Buer fehlen immer noch die größeren Wartehäuschen und die neue Markierung auf der De-la-Chevallerie-Straße lässt auf sich warten.

Noch lange nicht fertig: An den Haltestellen des neuen Busbahnhofes in Buer fehlen immer noch die größeren Wartehäuschen und die neue Markierung auf der De-la-Chevallerie-Straße lässt auf sich warten.

Foto: Olaf Ziegler / Funke Foto Services GmbH

Buer.  Wartehäuschen fehlen, Fahrbahnen ohne Markierung, Fußgängerampel, die schnell Rot zeigen: Busbahnhof in Gelsenkirchen-Buer ist noch nicht fertig.

Karin Stäritz (CDU) fühlt sich gestresst, Karl Henke (Bündnis 90/Die Grünen) ist empört und Anne Schürmann (FDP) versteht die städtische Planung und deren Umsetzung nicht mehr: Auf Antrag der SPD-Fraktion musste die Verwaltung jetzt in der Bezirksvertretung Nord erläutern, warum der neue Busbahnhof in Buer immer noch nicht fertig ist.

Die nicht ganz so erfreuliche Aufgabe übernahm Heiko Elert, Teamleiter im Referat Verkehr bei der Stadt Gelsenkirchen. Dabei ging es hauptsächlich um drei Themen: Ampelschaltung, Wartehäuschen und Markierungsarbeiten.

Ampelschaltung

„Enorme Rückstaus“ hat die SPD nach der neuen Ampelschaltung auf der De-la-Chevallerie-Straße beobachtet, Anne Schürmann kritisierte sogar „Schlangen bis zum Bergmannsheil“. Darin wird sich in naher Zukunft allerdings nichts ändern. Denn die verkehrsabhängige Schaltung des neuen Systems „hat Probleme an dem sehr komplexen Knotenpunkt Goldbergstraße/De-la-Chevallerie-Straße/Springestraße“, erläuterte Elert.

Da der ÖPNV eine Bevorrechtigung abrufen kann, sei es schwierig, den Individualverkehr zu berücksichtigen. „Der große Wurf wird kurzfristig nicht zu erwarten sein“, erklärte Elert.

Warten auf das Verkehrsgutachen

Das Referat Verkehr setze jetzt auf das Gutachten, das demnächst in Auftrag gegeben werden und herausfinden soll, ob der Durchgangsverkehr in Buer auf die Ringe verlagert werden kann. Kritisiert wurde erneut auch die Schaltung der Fußgängerampel zwischen Rathaus und Käseglocke. Dort sei die Grünphase für Fußgänger zu kurz, so der allgemeine Tenor. „Mitten auf der Straße springt die Ampel auf Rot und dann kommt dir auch noch eine Straßenbahn entgegen“, schimpfte Andreas Est (CDU).

Die Ansage, die Elert auch in der Bezirksregierung wiederholte, dass man bei Rot weitergehen dürfe, kam nicht gut an. „Ich kann doch kleinen Kindern nicht erklären, dass sie an dieser Ampel auch bei Rot gehen dürfen. Da geht gar nicht“, so Stäritz. „Die Situation ist unglücklich“, sagte Elert. Versicherte aber dennoch: „Wenn jemand in letzter Sekunde bei Grün die Straße betritt, schafft er es, die Straße zu queren, auch wenn die Ampel auf Rot springt.“

Europaweite Ausschreibung für Wartehäuschen

In Sachen Wartehäuschen müssen sich die Nutzer der Busse noch etwas gedulden. Die Ausschreibung für den Bau der Wartehäuschen sei inzwischen fertig, jetzt müsse sie europaweit angeboten werden, erklärte Elert.

In der Verwaltung hoffe man, noch in diesem Jahr mit dem Bau beginnen zu können. „Warum ist das nicht längst passiert, die Planung für den ZOB läuft schließlich seit Jahren?“, wollte Anne Schürmann wissen. Aufgrund von Personalengpässen habe man es nicht geschafft, parallel zu arbeiten, so Elert.

Markierungsarbeiten sollen erst im Sommer kommen

Die blauen Streifen für den Radweg auf der De-La-Chevallerie-Straße, die bereits Anfang 2019 fertig sein sollten, werden laut Elert jetzt in den Sommerferien aufgetragen. „Die Markierungspläne sind fertig“. Rita Schröder (SPD) regte an, die Öffentlichkeit umfassend über die neue Straßenführung zu informieren, eventuell Autofahrer auch mit einem großen Schild auf die Veränderungen aufmerksam zu machen. Diese sollen dann auch wirklich an beiden Enden der Burschen Durchgangsstraße platziert werden. Zudem will die Stadt Flyer verteilen. „Da wird in den nächsten Wochen viel passieren“, so Elert.

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