Buersches Rathaus wird zu Pfingsten lila angestrahlt

Buer.   Das Buersche Rathaus wird lila: Ab Freitag, 18. Mai, leuchten Strahler in der entsprechenden Farbe abends das Gebäude für die Dauer des Pfingstwochenendes an, um ein Zeichen für den Kampf gegen die Huntington-Krankheit zu setzen. Initiator ist der Landesverband NRW der Deutschen Huntington-Hilfe (DHH) e. V., der das Projekt „Beleuchtung für Huntington“ 2018 zum zweiten Mal in Deutschland durchführt. Die Stadt Gelsenkirchen hatte der Anfrage der Selbsthilfe-Organisation gerne zugestimmt.

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Das Buersche Rathaus wird lila: Ab Freitag, 18. Mai, leuchten Strahler in der entsprechenden Farbe abends das Gebäude für die Dauer des Pfingstwochenendes an, um ein Zeichen für den Kampf gegen die Huntington-Krankheit zu setzen. Initiator ist der Landesverband NRW der Deutschen Huntington-Hilfe (DHH) e. V., der das Projekt „Beleuchtung für Huntington“ 2018 zum zweiten Mal in Deutschland durchführt. Die Stadt Gelsenkirchen hatte der Anfrage der Selbsthilfe-Organisation gerne zugestimmt.

Ziel ist es, die Unterstützung der betroffenen Familien in Deutschland zu verbessern, weitere der rund 10 000 Betroffenen zu finden und die Öffentlichkeit auf die seltene Krankheit aufmerksam zu machen. Die Huntington-Krankheit ist eine vererbbare, unheilbare Erkrankung mit neurologischen und psychischen Symptomen wie unwillkürlichen Bewegungen, Beeinträchtigung des Denkens und Wesensveränderungen: So als hätten die Patienten Alzheimer, Parkinson und ALS gleichzeitig. Die Krankheit beginnt meist im Alter von 30 bis 50 Jahren und verläuft fortschreitend.

Die internationale Kampagne „LightItUp4HD“ begann vor ein paar Jahren in Kanada. Weltweit leuchteten im Mai 2017 Wahrzeichen in blau bzw. lila, darunter auch die Niagara-Fälle, um damit die schwere Huntington-Krankheit sichtbar zu machen. In Deutschland leuchteten zudem u. a. der Wacken-Turm, das Rathaus in Marburg, der Elisenbrunnen in Aachen und die Veltins-Arena in Gelsenkirchen.

In Deutschland sind ca. 10.000 Menschen betroffen, ca. vier- bis fünfmal so viele haben das Risiko, das mutierte Gen vom betroffenen Elternteil geerbt zu haben, also auch viele Menschen in unserer Stadt. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent wird die Huntington-Krankheit an jedes Kind vererbt. Mittels Gentest kann eine Risikoperson herausfinden, ob sie die Veranlagung in sich trägt und irgendwann erkranken wird. Weder der Ausbruch noch das Fortschreiten können derzeit aufgehalten werden.

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