Feierabendmarkt

Besucher in Buer feiern fünf Jahre Markt am Dom

Feiern fünf gemeinsame Jahre: Kundin Petra Platzek und Weinhändler Carmelo Lauria.

Feiern fünf gemeinsame Jahre: Kundin Petra Platzek und Weinhändler Carmelo Lauria.

Foto: Joachim Kleine-Büning

Gelsenkirchen-Buer.   Seit 2014 hat sich der Feierabendmarkt auf dem Urbanus-Kirchplatz zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Neue Ideen gibt es trotz des Erfolgs.

Zu den Klängen von Kejsa Rustja und Vincenzo Decaro schlenderten die Bueraner gestern über ihren Feierabendmark, genossen ein kühles Glas Wein bei fast winterlichen neun Grad oder einen heißen Capuccino. Vor genau fünf Jahren zur Premiere 2014 waren 5000 Besucher auf die Domplatte gekommen.

Seitdem hat sich der nachmittägliche Markt zu einem Publikumsmagneten entwickelt. „Anders als wir geplant hatten“, sagt der Erfinder und Organisator des Marktes, Siegbert Panteleit.

Ein gesellschaftliches Ereignis

„Es ist weniger ein Versorgungsmarkt, sondern viel mehr ein gesellschaftliches Ereignis, eine Kommunikationsplattform“, so Panteleit. Natürlich werde auf dem Markt auch für die heimische Küche eingekauft, allerdings sind hier kulinarische Köstlichkeiten gefragt.

Seit fünf Jahren dabei ist zum Beispiel Simon Schräder von „Edles Fleisch“, der mit seiner Idee, das beste Fleisch der Welt anzubieten, bereits am Start alle Erwartungen übertroffen hat, gehört zu den tragenden Säulen des Feierabendmarktes in Buer. Genau wie Massimo Battiston, der seinen Kunden zu seinen Delikatessen auch immer eine Geschichte liefert.

Hipster Food soll angeboten werden

„Die meisten Besucher finden den Markt klasse“, sagt Panteleit. Dennoch ruht sich der Erfinder nicht auf seinem Erfolg aus. „Wir müssen weiter denken, experimentieren“.

Ein Schlagwort dabei lautet Hipster Food. Neben Kaffee von kleinen Röstereien – gibt’s ja bereits – stehen auf Panteleits Wunschliste Händler, die naturbelassene Nüsse anbieten. „Nüsse sind ein Thema vor allem bei jüngeren Menschen. Die müssen wir auch auf den Markt locken“.

Gesunde Fitness-Früchte für den Themenmarkt

Die extrem gesunden Fitness-Früchte kann sich Panteleit auch auf einem eigens eingerichteten Themenmarkt vorstellen, wie er sie in Heßler und Hassel als Nachmittagsmarkt plant.

Und natürlich auch im Robinienhof. Denn obwohl die Passage zwischen Wochenmarkt und Fußgängerzone zur Zeit wieder händlerfrei ist, gibt Panteleit nicht auf.

Anwohner am Robinienhof beschweren sich

„Ich werde neue Anbieter finden, die diesen Platz bespielen“, verspricht er. Warum die Händler dem Markt fernbleiben. Dazu möchte sich Panteileit nicht äußern. Ein Händler sagt aber hinter vorgehaltener Hand: „Die Anwohner haben sich beschwert. Sie kritisierten den Gestank und die zu engen Zugänge zu den Wohnungen.“

„Wir geben nicht auf, wir müssen uns Fehler erlauben dürfen“, ergänzt Panteleit und nennt das Beispiel Feierabendmarkt: 2008 sei dieser auf dem Margarethe-Zingler-Platz gefloppt, „heute feiern die Besucher den Nachmittagsmarkt in der Gelsenkirchener City.

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