Schulpartnerschaft

Besuch aus England verfestigt die Freundschaft

Foto: Funke Foto Services

Die Bülseschule konnte sich über Besuch freuen: In dieser Wochen waren drei Lehrerinnen der Partnerschule in Newcastle upon Tyne zu Gast. Gemeinsam sprach man über neue Projekte, die jetzt auch die Partnerschulen aus Spanien und Polen einbeziehen.

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Die Welt ist ein Dorf: Davon können sich die Dritt- und Viertklässler der Bülseschule überzeugen, seitdem sie sich mit Kindern ihrer Partnerschule in Newcastle upon Tyne austauschen – per PC, versteht sich. Dass hinter den Nachrichten aber auch reale Menschen stecken, konnten sie in den vergangenen Tagen erleben: Drei englische Lehrerinnen der Archibald First School waren auf Gegenbesuch in Bülse. Für die Grundschüler eine kleine Sensation.

Denn natürlich klingt das Englisch der Britinnen anders als das ihrer Lehrerin Stephanie Lanfermann, die die „eTwining-Projekte“ seit dem Start im Schuljahr 2014/15 betreut. Die Schulpartnerschaft selbst besteht seit 2011. „Dabei geht es um den sprachlichen und kulturellen Austausch mit Schülern in anderen Ländern“, so die 47-Jährige. Konkret: In geschützten Chaträumen, für die nur die beteiligten Lehrer und Schüler der Partnerschulen zugelassen sind, haben die Kinder in Gelsenkirchen und Newcastle einander zunächst ihre Schulen vorgestellt – auf höchstem technischen Niveau. „Wir haben Videos gedreht, Power-Point-Präsentationen erstellt und Berichte geschrieben“, so Stephanie Lanfermann, die erst nur Viert- und dann auch Drittklässler einbezog.

Im derzeitigen zweiten Projekt, an dem auch jeweils eine Grundschule aus Spanien und Polen beteiligt sind, plaudern die Mädchen und Jungen nun über sich selbst, über Aussehen, Hobbys, Lieblingsfächer.

„Die Kinder versuchen, sich in Englisch auszudrücken, bei Schwierigkeiten übersetze ich“, berichtet die Lehrerin. Eine Stunde wöchentlich steht für diesen besonderen Englisch-Unterricht auf dem Stundenplan, der nicht nur Sprachkenntnisse und Kulturinteresse wecken, sondern auch Medienkompetenz fördern soll. Dafür nutzen die Schüler Laptops, während die Lehrerin auf interaktive Whiteboards setzt und am Nachmittag die Videos der Kinder hochlädt.

„Das Tolle ist, dass wir nun sofort Antworten auf unsere Nachrichten bekommen“, zeigten sich die Britinnen Jane Linfoot (55), Angela Ward (44) und Jacky Bell (52) begeistert, die für drei Tage angereist waren. Ziel war es auch, ein neues Projektthema auf den Weg zu bringen, für das sich auch die Schulen in Spanien und Polen begeistern können. Ob’s tatsächlich „Bewegung“ wird, ist noch unklar. Die Umsetzung dürfte aber zumindest den Engländern aus Newcastle und Gelsenkirchen Spaß machen – angesichts ihrer großen Begeisterung für Fußball.

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