Karneval

Bergmannsglücker Jecken suchen Nachwuchs

Ein paar junge Damen der Minigarde haben seit April einen Showtanz erarbeitet, mit dem sie am 11. November erstmals im Karneval auftreten werden.

Foto: Joachim Kleine-Büning

Ein paar junge Damen der Minigarde haben seit April einen Showtanz erarbeitet, mit dem sie am 11. November erstmals im Karneval auftreten werden. Foto: Joachim Kleine-Büning

Hassel.   Die Bergmannsglücker Karnevalisten wollen eine Juniorengarde gründen. Heute können Interessierte Verein und Trainerin kennenlernen

„Wir sind ein junger Karnevalsverein und fangen bei Null an“, sagt Reinhard Ostermann. Seit einigen Jahren schon baue man die „Jecken vom Pütt“ auf, so der Geschäftsführer und Sitzungspräsident. Nun soll eine Juniorengarde entstehen – auch im Hinblick auf die Session 2022/23, in der man erstmals das Stadtprinzenpaar stellt.

So einfach sei das Rekrutieren junger Tänzer aus dem äußersten Stadtnorden aber nicht. „Bei anderen Karnevalsvereinen hat vielleicht schon die Mutter getanzt und die schickt dann die Tochter. Darauf können wir nicht zurück greifen“, sagt Dominic Schneider, der zweite Vorsitzende. Deswegen ist die Devise: „Mitmachen kann jeder – auch Quereinsteiger.“ Zumal der Gardetanz zunächst ein Projekt ist für den Stadtteil, gefördert aus Mitteln des Quartiersfonds.

Showtanz erarbeitet

Bei der Minigarde hat der Aufbau schon gut funktioniert. Ein paar junge Damen haben seit April einen Showtanz erarbeitet, mit dem sie am 11. November erstmals im Karneval auftreten. Für die Trainingsarbeit zeichnet Angela Buhl verantwortlich. Sie tanzte selbst acht Jahre in Hagen in einer Garde.

„Seit dem Frühjahr trainieren wir effektiv“, sagt sie und erklärt, für einen Gardetanz habe einfach nicht die Zeit gereicht. Zumal erst die Grundlagen erlernt werden mussten, die Muskulatur gestärkt, die Bänder gedehnt. „Ein Spagat will gelernt sein. Das hat etwas mit regelmäßigen Dehnungen zu tun.“ Das klappte bei der einen oder anderen besonders gut. „Den Männerspagat konnte ich schon“, erzählt die achtjährige Lucia. „Hier habe ich den Damenspagat gelernt und in den Spagat zu springen.“ „Man kann in kurzer Zeit Erfolge erzielen“, berichtet Angela Buhl.

Erstes Solomariechen

Stolz ist man hier auch darauf, dass man ab der nächsten Woche auch ein Solomariechen trainieren werde. Die zwölfjährige Anastasia ist in der Minigarde aufgefallen und wird nun in die Juniorengarde wechseln. „Ich wollte schon immer Solomariechen werden“, erzählt die junge Dame, die eine Sportschule besucht. „Ich werde auch allein trainiert.“ Schnell will sie auch bei Wettkämpfen antreten, besuchte kürzlich als Zuschauerin einen solchen. „Da habe ich gedacht, es wird schon schwierig. Ich muss noch viel lernen.“

Auf eine so gute Entwicklung hoffen die „Jecken vom Pütt“ auch bei der neuen Garde. Aus ihr soll in der Prinzensession die Große Garde bestückt werden. Die Kleinen sollen mitwachsen mit ihrem Verein. „Die Tänzer müssen ja auch ein Alter haben, in dem sie nach 22 Uhr auftreten dürfen“, sagt Reinhard Ostermann.

Erstes Casting

Der erste Auftritt der neuen Garde ist für November nächsten Jahres geplant. Ein mutiges Vorhaben, denn noch ist auch der Trainerstab nicht komplett. „Wir suchen noch eine Unterstützung für den Stab und eine Trainerin für das Solomariechen.“ Um Trainer wie Tänzer zu finden, laden die Jecken heute zu einem „Casting“ ein. Wobei die Begrifflichkeit nicht ganz stimmt. Ausgewählt wird nämlich nicht. „Wir legen Wert darauf, dass alle die, die mitmachen wollen, das auch können“, so Ostermann.

Das „Jecken Casting“ findet am Montag, 6. November, um 18.30 Uhr im Fritz-Erler-Haus, Am Freistuhl 4, statt. Gesucht werden junge Tänzer ab 14 Jahren. Auch die Minigarde nimmt weiterhin Mitglieder auf. Sie müssen mindestens acht Jahre alt sein. Trainiert wird immer freitags im Kurt-Schumacher-Haus.Informationen zu beiden Garden gibt es unter der Telefonnummer 0178-4682692.

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