Inklusion

Auf dem Weg zur inklusiven Stadt gibt’s noch viel zu tun

Auf Plakaten fassten die Kleingruppen ihre Diskussionsergebnisse beim Forum  „Herausforderung Inklusion“ zusammen.

Auf Plakaten fassten die Kleingruppen ihre Diskussionsergebnisse beim Forum „Herausforderung Inklusion“ zusammen.

Foto: FUNKE FotoServices

Gelsenkirchen-Beckhausen.   Auf den Weg gemacht in Richtung inklusive Stadt hat sich Gelsenkirchen schon länger – aber um auch dort anzukommen, sind noch einige Anstrengungen nötig. Diese Zwischenbilanz zogen jetzt 70 Teilnehmer des Forums Inklusion in den Werkstätten.

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Auf den Weg gemacht in Richtung inklusive Stadt hat sich Gelsenkirchen schon vor einigen Jahren – aber um auch dort anzukommen, sind noch einige Anstrengungen nötig. Diese Zwischenbilanz zogen jetzt 70 Teilnehmer des Forums Inklusion in den Werkstätten des Werkvereins in Beckhausen. Es stand unter dem Motto: „Komm, wie Du bist!“

Dass noch einiges zu tun ist, bis die gleichberechtigte Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger erreicht ist – unabhängig von einer Behinderung – davon zeigte sich nicht nur Bürgermeisterin Martina Rudowitz überzeugt, die die Gäste mit Sebastian Schwager, Geschäftsführer der Gelsenkirchener Werkstätten für angepasste Arbeit gGmbH, begrüßte. „Wir möchten das Verständnis von Inklusion öffnen und auf die gesamte Gesellschaft beziehen, damit die Ausgrenzung aller Minderheiten unterbunden wird, etwa von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und solchen in Armut oder Alter“, betonte ebenso Julius Leberl, Senioren- und Behindertenbeauftragter.

Optimierungsbedarf

Gelegenheit, sich darüber auszutauschen, hatten die 70 Vertreter von Behinderten-Verbänden, Selbsthilfegruppen, städtischen Dienststellen und weitere Interessierte dann in Kleingruppen. Der Arbeitskreis Arbeit etwa kam zu dem Ergebnis, dass in Sachen Wertschätzung von Arbeit noch Optimierungsbedarf bestehe. Betroffene mit Förderbedarf benötigten mehr Arbeitsangebote und Praktika außerhalb der Werkstatt. Die Gruppe Zugänglichkeit forderte derweil, dass Barrierefreiheit ähnlich selbstverständlich sein solle wie Brandschutz und Statik.

„Wir brauchen einen Paradigmenwechsel in der öffentlichen Diskussion über Inklusion, indem wir die Expertise der Betroffenen einbeziehen“, so Moderator Constantin Grosch, selbst in seiner Mobilität eingeschränkt. Leberl hofft nun, dass das Forum neue Impulse gegeben hat, damit die Akteure in Mikroprojekten weiterarbeiten.

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