Gelsenkirchen-Hassel.

Alte Kohlebandbrücke wird Stück für Stück zerlegt

Auf einem Förderband wurde die Kohle von der Zeche zur Kokerei transportiert. Das Brückenbauwerk wird ab der kommenden Woche abgerissen.

Foto: Michael Korte

Auf einem Förderband wurde die Kohle von der Zeche zur Kokerei transportiert. Das Brückenbauwerk wird ab der kommenden Woche abgerissen.

Gelsenkirchen-Hassel.   Die Demontage ist Teil der Gestaltung des Stadtteilparks Hassel. Die Marler Straße bleibt ab 14. Juli gesperrt, Umleitung über Polsumer Straße.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Seit drei Jahren ist das Gelände der ehemaligen Kokerei Hassel eine Großbaustelle. Mittlerweile sind die Konturen des Stadtteilparks, der dort entsteht, deutlich zu erkennen: Wege sind angelegt, zwei pyramidenartige Hügel aufgeschüttet und ein kleiner See füllt sich nach und nach mit Wasser. Gezählt sind allerdings die Tage der alten Kohlebandbrücke, die über Jahrzehnte die Zeche Westerholt mit der Kokerei verband.

Jetzt beginnt das Unternehmen RAG Montan Immobilien mit den Vorbereitungen zur Demontage dieser aufgeständerten Brücke mit einer Länge von 480 Metern und einem Gewicht von 1120 Tonnen. Die Brücke, die mit der Stilllegung der Kokerei im Jahr 1999 außer Betrieb genommen wurde, wird abschnittsweise zerlegt.

14 Brückenfelder und zwölf Pendelstützen

Der rückzubauende Bandbrückenabschnitt überspannt die Kleingartenanlage Buer-Löchter, die S-Bahntrasse Richtung Haltern sowie die Marler Straße. „Der Abbruchumfang umfasst 14 Brückenfelder, zwölf Pendelstützen samt Fundamenten und zwei massive Stahlbetonecktürme“, erläutert Frank Schwarz von RAG Montan Immobilien. Die Arbeiten dauern bis September.

Die Demontage der Brückenabschnitte erfolgt bis zum 27. Juli durch schwere Mobilkrane. Während dieser Zeit ist die Marler Straße vom 14. bis 20. Juli gesperrt – Umleitungen sind ausgeschildert.

Stadtteilpark wird 2019 eröffnet

RAG Montan Immobilien will die Arbeiten so ausführen lassen, dass eine Belästigung der Nachbarschaft vermieden wird. Bei Beeinträchtigungen steht der Projektingenieur Kai Kopke ( 0201 - 378-2633, Mail: kai.kopke@rag-montan-immobilien.de) für eine Kontaktaufnahme zur Verfügung.

Die Demontage der Kohlebandbrücke ist eine der letzten Bausteine zur Gestaltung des Stadtteilparks Hassel. Der 30 Hektar große Park wird nach Planungen der Stadt Gelsenkirchen, der Ruhr Oel GmbH sowie der RAG Montan Immobilien als Bürgerpark realisiert. Erst kürzlich wurde die neue Hundewiese der Öffentlichkeit vorgestellt. Demnächst können sich Anwohner einen ersten Eindruck vom Stadtteilpark verschaffen. Eine Führung soll nach dem Ende der Sommerferien stattfinden. Offiziell eröffnet wird der Park in 2019.

Umleitung für Autos und Busse

Ab Samstag, 14. Juli, fahren die Busse der Linie 243 der Vestischen für eine Woche eine Umleitung. Die Haltestelle „Dillbrinkstraße“ Richtung Herten wird zur Polsumer Straße verlegt, die Haltestellen „Spindelstraße“ und „Ostring“ werden aufgehoben. Fahrgäste, die sonst dort zusteigen, sollten die Haltestelle „Dillbrinkstraße“ nutzen. Auch die Haltestelle „Kokerei“ wird nicht angefahren. Alternativ steht die Haltestelle „Egon-straße“ zur Verfügung.

Vom Abbruch der Kohlebandbrücke ist natürlich auch der Straßenverkehr betroffen. Deshalb müssen sich Autofahrer auf eine großräumige Umleitung einstellen. Große Hinweistafeln machen auf die veränderte Verkehrsführung aufmerksam. Der Verkehr wird über die Polsumer- und Valentinstraße umgeleitet.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik