Weihnachtsmarkt

10 Meter: Gelsenkirchens längster Christstollen sehr beliebt

Oberbürgermeister Frank Baranowski (l.) half mit, Stücke von Gelsenkirchens längstem Christstollen zu verkaufen.

Oberbürgermeister Frank Baranowski (l.) half mit, Stücke von Gelsenkirchens längstem Christstollen zu verkaufen.

Foto: Steffen Gaux / WAZ

Horst.  Auf dem Weihnachtsmarkt in Gelsenkirchen-Horst wurde am Sonntag Gelsenkirchens längster Christstollen verkauft – für den guten Zweck.

Tagelang stand Gerd Sternemann in der Backstube, um am Ende einen einzigen Christstollen gefertigt zu haben. Nein, der Horster Konditor ging dabei nicht rekordverdächtig langsam ans Werk – vielmehr hat er in mühevoller Arbeit den längsten Christstollen der Stadt kreiert. Am Sonntag wurde er auf dem Horster Weihnachtsmarkt auf der Essener Straße verkauft: ein Euro pro Stück für den guten Zweck. Mit dem Erlös wird der Verein „Warm durch die Nacht“ unterstützt.

Schon am Donnerstag vermeldete die Werbegemeinschaft Horst: „Bäckermeister Sternemann hat bereits knapp fünf Meter des beliebten Christstollen fertig.“ An diesem Tag wurde das Geheimnis, wie lang das gesamte Exemplar am Ende sein würde, noch bestens gehütet. Seit Sonntag, 14.30 Uhr, war dann klar: „10,20 Meter sind’s geworden“, verkündet Heike Sternemann stolz. Die Anzahl der Stunden, die ihr Mann für den guten Zweck in der Backstube stand, kann sie nur grob überschlagen: „Es waren fünf Tage und jeweils mehrere Stunden.“ Dass der Stollen schließlich in nur einem Bruchteil dieser Zeit von den hungrigen Horstern verputzt wurde, stört sie nicht: „Das ist doch nur ein Zeichen dafür, dass es dem Menschen schmeckt.“

Weihnachtsmarkt in Gelsenkirchen-Horst mit verkaufsoffenem Sonntag

Ein weiteres Zeichen war übrigens die Schlange an der Bühne, die teilweise noch länger war als der Stollen auf der Bühne. Das Stadtoberhaupt höchstpersönlich war gekommen, um die begehrten Stücke an den Mann und die Frau zu bringen. Und dabei hatte Frank Baranowski alle Hände voll zu tun.

Aber die Menschen kamen nicht nur für den Stollen nach Horst. Auch zahlreiche andere Stände luden zum Bummeln bei eiskaltem, aber immerhin trockenem Wetter ein. Und die meisten Geschäfte hatten ja auch noch geöffnet an diesem ersten Advent.

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