Geocaching

Per GPS auf Schatzsuche gehen

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Foto: WP

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Fröndenberg. Ab heute gibt es erstmals in Fröndenberg drei ganz offizielle Geocaching-Routen, genehmigt vom Kreis Unna und unterstützt von der Stadt Fröndenberg. Die moderne Variante der aus Kindertagen bekannten Schnitzeljagd wurde gestern im Fröndenberger Rathaus vorgestellt.

99 Caches sind versteckt

Der Fröndenberger Peter Bräuer kam erstmals im Jahr 2008 in Berührung mit dem Thema Geocaching. Sein Sohn André und dessen Frau Angela sind seit Jahren begeisterte Schatzsucher, die sich mit Hilfe von GPS auf die Suche nach den kleinen Verstecken machen. Es dauerte nicht lange, bis auch Peter Bräuer Feuer fing. Zufällig lernte er bei einer Geocaching-Tour Sven Kreutzkamp kennen. Die vier Fröndenberger haben in den vergangenen sechs Monaten dafür gesorgt, die drei ersten offiziellen Geocaching-Strecken Fröndenbergs einzurichten. Mit einbezogen wurden auch die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Unna und der Hegering der Jäger.

Die Strecken sind sechs, zehn und 17 Kilometer lang. Die kürzeste dauert etwa zwei bis drei Stunden, die längste circa acht Stunden. Doch langweilig wird es auf dem Weg nie, versprechen die Organisatoren: „Da gehen auch Kinder ohne Murren gerne spazieren.“

Die Schatzsucher werden per GPS-Signal geführt. Am Ziel angekommen, ist allerdings auch ein bisschen Einfallsreichtum gefragt. „Im optimalen Fall“, so berichtet Sven Kreutzkamp, „beträgt die Messungenauigkeit drei Meter, im Normalfall sind es aber zehn bis 15 Meter bis zum Cache.“ Auf den drei Fröndenberger Strecken sind insgesamt 99 Caches versteckt. In einem Rohling einer PET-Flasche steckt jeweils ein Logbuch, in dem sich die Finder verewigen können.

Bonusdosen suchen

Darüber hinaus gibt es so genannte Bonusdosen, die man aber nur finden kann, wenn man alle Caches der jeweiligen Route aufgestöbert hat. In den Bonusdosen liegen beispielsweise kleine Geschenke für Kinder. Wichtig: Wer einen Gegenstand aus der Dose mitnehmen will, sollte einen gleichwertigen hineinlegen – damit der nächste Schatzsucher nicht enttäuscht ist. Verboten beim Geocaching ist es, die Schätze in der Erde zu vergraben. Denn die Natur soll durch diese Freizeitbeschäftigung nicht beschädigt werden. Die kleinen Schätze werden statt dessen beispielsweise in einen Baum gelegt oder in einem umfunktionierten Vogelkasten deponiert.

Die Initiatoren hoffen nun, dass die Geocaching-Strecken möglichst störungsfrei laufen. Noch vor dem heutigen offiziellen Startschuss hatte es allerdings Beschädigungen durch Spaziergänger gegeben. So wurden beispielsweise von einem Logbuch nur noch Reste auf dem Boden verstreut gefunden.

Sven Kreutzkamp, Peter Bräuer, Angela Bräuer und André Bräuer haben die Routen ehrenamtlich eingerichtet – zur großen Freude von Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe. Denn: „Wir bemühen uns, uns in Fröndenberg auch touristisch aufzustellen, wir wollen attraktive Angebote machen“, so Friedrich-Wilhelm Rebbe. Beim Geocaching gebe es „Fans aus ganz Deutschland, die dafür anreisen. Das kann bei uns in Fröndenberg zu zusätzlichen Übernachtungen führen.“ Und auch die Gastronomie profitiere sicherlich von diesen zusätzlichen Gästen.

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