Amtseinführung

Fröndenberg hat einen neuen stellvertretenden Bürgermeister

Klaus Dieter Hageneuer (Mitte) ist stellvertretender Bürgermeister in Fröndenberg.

Klaus Dieter Hageneuer (Mitte) ist stellvertretender Bürgermeister in Fröndenberg.

Foto: Stadt Fröndenberg

Fröndenberg  Klaus-Dieter Hageneuer übernimmt spontan das Amt. Kurz vorm Ende seiner politischen Karriere ist er damit am Höhepunkt angekommen.

Klaus-Dieter Hageneuer steht kurz vor dem Ende seiner politischen Karriere - doch gerade jetzt ist sie am Höhepunkt angelangt. Mit 63 Jahren ist er der neue Stellvertreter von Fröndenbergs Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe. Im Gespräch mit der WP erzählt er, wie es dazu kam, was für Aufgaben er jetzt hat und was ihm an Fröndenberg besonders gut gefällt.

"Es ist schön zum Ende hin jetzt so ein Amt inne zu haben", sagt Klaus-Dieter Hageneuer. Monika Kostorz hatte das Amt viele Jahre ausgeübt. "Meine Vorgängerin ist krank geworden", sagt Klaus-Dieter Hageneuer. Sie sei deshalb von ihrem Amt zurückgetreten und hat sich aus der Politik zurückgezogen. Ein neuer Stellvertreter musste her. "Ich bin schon jahrelang im Rat und habe zwischendurch schon Aufgaben von Monika Kostorz übernommen", sagt der Rentner. Schnell ist klar: Alle Stimmberechtigten halten ihn für den Richtigen. Er wird gewählt.

Nicht noch einmal antreten

Seit Beginn des Monats und bis zur Kommunalwahl im Herbst hat Klaus-Dieter Hageneuer jetzt das Ehrenamt inne. Danach möchte er sich aus der Politik in den endgültigen Ruhestand verabschieden und nicht mehr zur Wiederwahl antreten.

"Es hat mich immer interessiert", sagt er. Es werde zwar viel über die Politiker gemeckert, doch selbst etwas in die Hand nehmen, möchten laut Hageneuer die wenigsten. "Es ist nicht einfach für alle das Richtige zu entscheiden." Doch er habe durch seine Tätigkeit im Rat viele gute Entscheide zutage bringen können. So seien der Kindergarten in seinem Stadtteil Ardey oder auch das Dorfcafé entstanden.

Stadt vertreten und Geschenke überbringen

Seine aktuelle Hauptaufgabe: Die Stadt nach außen vertreten und Geschenke verteilen. Denn jede Fröndenbergerin und jeder Fröndenberger bekommt beispielsweise zum 80. und 90. Geburtstag persönlich eine Glückwunschkarte der Stadt überreicht. Das macht ab sofort Klaus-Dieter Hageneuer.

Aber das ist während der Corona-Krise gar nicht so leicht. Denn natürlich gelten für Klaus-Dieter Hageneuer die Regeln, die aktuelle alle Bürger einhalten müssen. Und diejenigen, die beschenkt werden sollen, gehören zur Risikogruppe. Einige dieser Termine konnte er noch wahrnehmen, viele sind jetzt aber abgesagt. Die Karten gibt es trotzdem - per Post. Es könne durchaus passieren, dass er während der Krise zu einem telefonischen Beratungsgespräch hinzugezogen werde, so der Politiker. Doch bisher sei das nicht geschehen. "Ich helfe gerne."

Fröndenberg ist die Wahlheimat

Ursprünglich kommt Klaus-Dieter Hageneuer aus Dortmund. Fröndenberg hat er sich bewusst ausgesucht. "Die Lage ist fantastisch und die frische Luft", sagt er. Aber auch der dörfliche Charakter der Stadt macht ihn froh. "Man trifft Menschen und kennt sich in der Stadt. Das macht Spaß." Negativ bewertet er das Angebot für Jugendliche. Wer abends ausgehen möchte, müsse weiter Wege in Kauf nehmen. Eine Disco oder einen Club in Fröndenberg fänd er toll. Dass das schwer zu etablieren ist, ist ihm aber klar.

Die Politik habe viel bewegt und sei aktuell nach vielen Jahren voller Entbehrungen auf einem guten Weg. Man habe wieder Geld, um zu investieren. "Wir können wieder loslegen", sagt der Experte. Der Haushalt sei ausgeglichen und in der Innenstadt passiert viel. Die Bauarbeiten sind gestartet am Markt. Ein besonderes Aushängeschild für die Stadt könne außer der Innenstadt auch der geplante Sportpark werden.

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