Zwei Stunden Desinfektion pro Tag

Mit einer ungewöhnlichen Aktion haben Mitarbeiter der Uniklinik am Dienstag auf einen Aspekt der Hygiene in Krankenhäusern hingewiesen: die Händedesinfektion. Die Mitarbeiter waren mit von der Gewerkschaft „Verdi“ bereitgestellten Klickzählern unterwegs, um damit zu dokumentieren, wie oft sie eine Händedesinfektion durchgeführt haben. Insgesamt braucht eine Pflegekraft pro Schicht durchschnittlich zwei Stunden für die vorgeschriebenen Desinfektionen.

Mit einer ungewöhnlichen Aktion haben Mitarbeiter der Uniklinik am Dienstag auf einen Aspekt der Hygiene in Krankenhäusern hingewiesen: die Händedesinfektion. Die Mitarbeiter waren mit von der Gewerkschaft „Verdi“ bereitgestellten Klickzählern unterwegs, um damit zu dokumentieren, wie oft sie eine Händedesinfektion durchgeführt haben. Insgesamt braucht eine Pflegekraft pro Schicht durchschnittlich zwei Stunden für die vorgeschriebenen Desinfektionen.

Bei der zunehmenden Arbeitsverdichtung, so die Kritik, drohten andere Tätigkeiten wie beispielsweise die Dokumentation vernachlässigt zu werden oder wegzufallen. Oder die Pflegekräfte müssen von Patient zu Patient und von Aufgabe zu Aufgabe rennen. Deshalb, so die Forderung des Uniklinik-Personalrats und von Verdi, müssten Pflegekräfte eingestellt werden, um die Standards zu halten. Die Aktion wurde deutschlandweit in über 100 Krankenhäusern durchgeführt. „Wir haben Verständnis für das Anliegen der Gewerkschaft, auf fehlende Pflegekräfte und Arbeitsverdichtung hinzuweisen. Auch wir als Universitätsmedizin unterstützen die Forderung nach adäquaten Rahmenbedingungen für Pflege“, sagte Prof. Jochen A. Werner, Ärztlicher Direktor der Uniklinik und ergänzt: „Allerdings ist dies eine Forderung an die Politik. Aber auch wir machen uns stark dafür, auf politischer Ebene die Situation zu verbessern.“

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