Sportplatzbau

Zwei Borbecker Sportvereine freuen sich auf neuen Sportplatz

Leuchtend blau ist die neue Laufbahn

Leuchtend blau ist die neue Laufbahn

Foto: Rüdiger Hagenbucher

Essen-Bergeborbeck.   Der SV Borbeck und der TuS 84/10 teilen sich die Anlage an der Prinzenstraße. Inm August beginnt das Training, der Spielbetrieb aber erst später.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Der Begriff „euphorisch“ ist vielleicht noch zu zurückhaltend für die Gefühlslage von Gudrun Schakau-Folgner. Sie ist die Geschäftsführerin des Sportvereins TuS 84/10 Borbeck und besichtigte am Mittwoch ihre künftige Sportstätte an der Prinzenstraße. Um es kurz zu sagen: Sie ist mehr als begeistert von dem, was sie hinter dem Gymnasium Borbeck vorfand: ein großer und ein kleiner Kunstrasenplatz, eine Rundlaufbahn mit vier Spuren, Leichtathletikanlagen, neue Stehränge sowie ein neues Umkleidegebäude – Sportlerherz, was willst du mehr?

Klaus Diekmann (CDU), der Vorsitzende des Sportausschusses, hatte Vertreter der Sport- und Bäderabteilung der Stadtverwaltung, Vorstandsmitglieder des SV Borbeck und des TuS 84/10 gemeinsam mit den Ratskollegen Ingo Vogel (SPD) und Siegfried Brandenburg (CDU) eingeladen, um sich noch vor den Ferien einen Bild vom Stand der Arbeiten zu machen. An der Prinzenstraße baut die Stadt für 1,9 Millionen Euro die neuen Sportanlagen sowie für rund 800 000 Euro die neue Umkleide. Künftig werden die beiden Sportvereine plus fünf Schulen den Platz an der Prinzenstraße gemeinsam nutzen.

TuS zieht von der Germania-/Jahnstraße zur Prinzenstraße um

Der Tus 84/10 zieht deshalb von der Germania-/Jahnstraße an die Prinzenstraße um. Auf dem alten Platz sollen ein Mehrgenerationenprojekt sowie ein neues Hallenbad errichtet werden.

Während das noch Zukunftsmusik ist, planen die beiden Borbecker Vereine schon konkret ihre gemeinsame Zukunft. Die TuS-Geschäftsführerin und Technische Leiterin ist sich mit Udo Redmann, dem 2. Vorsitzenden des SV Borbeck, einig. „Wir haben ja schon seit Ostern 2017 Zeit, zueinander zu finden“, sagen sie übereinstimmend. Seitdem ist nämlich der SV zu Gast auf dem Aschenplatz an der Germaniastraße, ohne dass es dort zu Problemen mit dem Miteinander gegeben habe.


„Die Wettkämpfe finden nach Absprache statt“, erklärt Udo Redmann. Schon jetzt kämen sich die Fußballer des einen Klubs und die Speerwerfer des anderen während des Trainings nicht in die Quere. An der Prinzenstraße finden die Werfer sogar ein abgetrenntes Areal parallel zur Straße Leimgardtsfeld vor, wo sie ungestört ihrem Sport nachgehen können.

Die Rundlaufbahn, die in wenigen Tagen fertig ist, leuchtet in einem kräftigen Blau. Sie erinnert ans Berliner Olympiastadion, doch die Farbauswahl habe keinen besonderen Hintergrund. Schneller laufe man jedenfalls auf blauem Kunststoff nicht als auf rotem, versichert Gudrun Schakau-Folgner.

Noch in den Sommerferien wollen die Fußballer an der Prinzenstraße mit dem Training beginnen. Die ersten Meisterschaftsspiele müssen sie allerdings noch an der Germaniastraße austragen. Denn mit der Fertigstellung der Umkleidekabinen rechnet Klaus Diekmann erst im Herbst.

Probleme, zum Beispiel wegen des Lärms, soll es mit den Nachbarn des Sportplatzes auch nicht geben. In Bochum musste die Stadtverwaltung einen Fußballplatz zumindest vorübergehend sperren, weil ein Nachbar sich beschwert hatte. In Bergeborbeck soll eine vier Meter hohe Schallschutzwand für Ruhe an der Straße Kuhlmannsfeld sorgen.

>>>>>Bis 16 Uhr gehört der Platz den Schulen

Der neue Sportplatz an der Prinzenstraße sollte eigentlich schon längst bespielbar sein. Der Bauantrag wurde bereits im August 2016 gestellt und im Mai 2017 genehmigt.

Das Kleinspielfeld darf nur von Jugendmannschaften genutzt werden, aber nicht sonntags. Weil die Jugend samstags spielt, behindert diese Einschränkung den Spielbetrieb nicht, glaubt man in der Verwaltung.

Wochentags kann auf der Anlage von 8 bis 16 Uhr Schulsportbetrieb und von 16 bis 21 Uhr Trainings-/Spielbetrieb stattfinden. Samstags können das Normspielfeld sowie das Kleinspielfeld von 8 bis 20.30 Uhr betrieben werden. Sonntags kann auf dem Normspielfeld von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 20 Uhr gespielt werden. Selbst in der Ruhezeit von 13 bis 15 Uhr kann eine dreiviertel Stunde Spielbetrieb erfolgen, betont die Stadt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben