Open-Air-Festival

Zum Schluss wurden Besucher des Pfingst Open Air pitschnass

Die Band „Von Wegen Lisbeth“ war der Headlinier auf dem Pfingst Open Air 2019 in Essen-Werden.

Die Band „Von Wegen Lisbeth“ war der Headlinier auf dem Pfingst Open Air 2019 in Essen-Werden.

Foto: Socrates Tassos

Werden.  Im Werdener Löwental ging am Pfingstmontag die Post ab. Ein buntes Potpourri an Musikstilen begeisterte das Publikum. Ein Bericht zum Abschluss.

Ganz am Ende öffnete der Himmel doch seine Schleusen. Während der Headliner „Von wegen Lisbeth“ die Besucher des Pfingst Open Air verzückte, entleerten sich über dem Gelände im Löwental die seit Stunden dräuenden schwarzen Wolken.

Seit einem bescheidenen, aber durchaus vielversprechenden Start 1980 lädt das alte Strandbad im Werdener Löwental an Pfingstmontagen zum Musikgenuss „umsonst und draußen“ ein. Auf der kleinen Bühne an der Papiermühlenschleuse wird Elektronik gespielt. Die DJs legen treibende Rhythmen auf und die Fans tanzen dazu wie entrückt. Die große Mainstage präsentierte ein buntes Potpourri an Musikstilen. Die Band 7Jules um Sänger Robert Jules Aschenbrenner eröffnete das Konzert mit einem vielbeachteten Auftritt. Von diesem jungen Mann dürfte noch zu hören sein.

Die Stimmung unter den Menschen ist friedlich

Nach und nach füllte sich die Wiese. Das kulinarische Angebot höchst international, die Stimmung friedlich und gut gelaunt. Die Verkaufsstände spiegelten junges Leben wider. So gab es bei EVAouterwear chillige Jumpsuits in frechen Farbkombinationen und selbstgehäkelte Netze für Beachvolleybälle.

Apropos chillig: Auf der Bühne begeisterte die „Banda Senderos“ mit relaxten Reggae-Klängen. Plötzlich stießen noch zwei Kumpels dazu. Das sind doch die Zwei-Fünf-Siebeners? Genau, „Shneezin“ Schneider und Mike Rohleder aus Kupferdreh waren im Haus! Die 257er haben mit der Banda die Single „Sommer in die Stadt“ aufgenommen, ein Gute-Laune-Hit, der Lust auf den Sommer macht. Nun ließen sie es im Löwental krachen. Die Band um die Kunstfigur „Adam Angst“ kam direkt vom „Rock am Ring“ und lieferte ab. Das ist harter Punkrock mit engagierten Texten.

Pitschnass, aber überglücklich wanderten die Massen nach Hause

Die Jungs von „Von wegen Lisbeth“ haben es geschafft, sich aus einer blutjungen Berliner Schülerband zu einem angesagten Indie-Pop-Schmetterling zu entfalten. Ihre oft skurrilen Alltagsbeobachtungen werden mit gut gelaunter Musik gewürzt. Dann war die große Sause auch schon wieder vorbei. Pitschnass, aber überglücklich wanderten die Massen nach Hause.

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